Ansteckungsgefahren

Sickweather warnt mit Social Media vor Krankheiten

publiziert: Mittwoch, 13. Nov 2013 / 14:40 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 13. Nov 2013 / 14:57 Uhr
Sickweather will eine App vorstellen, die ihre User alarmiert, wenn sie sich in der Nähe einer kranken Person aufhalten.(Symbolbild)
Sickweather will eine App vorstellen, die ihre User alarmiert, wenn sie sich in der Nähe einer kranken Person aufhalten.(Symbolbild)

Baltimore/Klagenfurt/Wien - Mithilfe von Sickweather können Grippe, Bronchitis und Ausbrüche anderer Infektionen zielgenau aufgespürt werden. Das System durchforstet Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter nach Einträgen, die von der aktuellen Krankheit ihrer Verfasser handeln.

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Mit diesen Informationen wird schliesslich die interaktive Karte gefüttert, die sowohl die Gebiete mit den meisten Status-Updates über eine bestimmte Infektion als auch einzelne Berichte über auftretende Symptome in Echtzeit anzeigt.

«Der Ansatz ist interessant. Es ist aber auf jeden Fall Vorsicht geboten, weil es keine genauen Daten über die tatsächliche Häufigkeit der auftretenden Krankheit gibt», unterstreicht Florian Thalhammer, Infektiologe an der Medizinischen Universität Wien. Auch in puncto Prävention mittels dieses Tools ist der Mediziner skeptisch: «Das klingt mehr nach Scharlatanerie.»

Umgang mit Datenschutz

Social-Media-Experte Ed Wohlfahrt sagt dazu gegenüber pressetext: «An sich ist es ja nichts Neues, dass sich Social-Media-Einträge geodifferenziert darstellen lassen. Es kommt darauf an, was am Ende mit den gesammelten Daten gemacht wird und wie die Anbieter solcher Konzepte mit dem Datenschutz umgehen. Grundsätzlich zu verteufeln sind solche Systeme aber keinesfalls.»

Demnächst will Sickweather eine App vorstellen, die ihre User jedes Mal alarmiert, wenn sie sich in der Nähe einer kranken Person aufhalten. «Die vorhandene Technologie ist eine Sache. Wie weit man damit geht und was noch ethisch vertretbar ist, eine andere. Die Diskussion um Privatsphäre wird mit solchen Ideen noch mehr befeuert und auch in Zukunft ein grosses Thema bleiben.» User müssten sich ein Bewusstsein schaffen, dass es solche Dienste gibt und wie damit umgegangen werden soll. Ein Quäntchen Vorsicht ist auf jeden Fall mitzubringen.

Service in USA erfolgreich

Im vergangenen Jahr prognostizierte Sickweather auf Twitter gar den Ausbruch der Grippe in den USA bereits sechs Wochen bevor die staatliche CDC (Centers for Disease Control and Prevention) eine offizielle Warnung ausgab. Der Vorteil, den Sickweather gegenüber ähnlichen Konzepten aufweist, ist unter anderem die Schnelligkeit, mit der Informationen weitergegeben werden.

Im Gegensatz dazu bietet Google Flu Trends seine Auswertungen erst mit 48-stündiger Verspätung an. Dafür greift es anders als Sickweather auf Statistiken über die Häufigkeit bestimmter Begriffe in der Google-Suche zu, die im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten stehen. Das System lässt jedoch die menschliche Komponente - die Frage warum nach diesen Begriffen gesucht wurde - ausser Acht, was bereits zu groben Fehlinterpretationen geführt hat.

(tafi/pte)

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