Überflieger Ammann weiter im Hoch
Simon Ammann flog erneut aufs Podest
publiziert: Samstag, 22. Dez 2001 / 18:57 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Dez 2001 / 23:30 Uhr

Predazza - Mit dem 2. Platz hinter dem nunmehr zwanzigfachen Weltcup-Sieger Adam Malysz (Pol), der beim zweiten Weltcup-Springen in Predazzo (It) nachdoppelte, kam der Schweizer Überflieger Simon Ammann (Unterwasser) nach dem 3. Rang am Vortag zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden auf das Podest.

Dritter wurde Andreas Widhölzl (Ö), der Zweite der ersten Konkurrenz. Mit Rang 13 zeigte auch Andreas Küttel (Einsiedeln) eine starke Leistung.

Was Simon Ammann innerhalb von sieben Tagen gelang, hat vor ihm noch kein Schweizer geschafft. Nach Rang 2 am letzten Sonntag in Engelberg kam der 20-jährige Toggenburger in Predazzo mit den Rängen 3 und 2 gleich zweimal auf das Podest. «Mit einer solchen Serie hätte ich wirklich nicht gerechnet. Es ist für mich eine Riesenüberraschung, obwohl ich mich schon vor Engelberg in einer Superform befand», sagte Ammann, der im ersten Durchgang mit 131,5 m sogar für kurze Zeit den Schanzenrekord an sich gerissen hatte. «Entthront» wurde er vom derzeitigen Überflieger Adam Malysz, der bei 132 m aufsetzte und im Final dann sogar bei 132,5 m landete. Ammann, der nach dem 1. Durchgang schon Zweiter war, unterstrich seine Konstanz mit einem Flug auf 130 m.

Dabei zeigte Ammann beide Male eine saubere Telemark-Landung. Dies trug ihm beim ersten Sprung zweimal die Maximal-Note 20 ein; im Final drückten die fünf Sprungrichter alle eine 19,5 ins Computersystem. Malysz erhielt dreimal eine 20. «Es ist unglaublich wichtig, dass man in diesem dichtgedrängten Feld eine saubere Landung zeigt, sonst ist man bei den Besten nicht dabei», sagte Ammann, der im Weltcup auf dem 11. Zwischenrang blieb.

Malysz schon über 200'000 Franken

In der Preisgeld-Rangliste rückte Ammann auf den 5. Platz vor, mit einem Total von nun 32 000 Franken. Der fünffache Saisonsieger Malysz totalisiert nach neun Wettbewerben schon 201 000 Franken. «Jetzt werden wir sicher eine Flasche Champagner öffnen», antwortete Ammann auf die Frage, wie er seine Erfolge nun feiern werde. Nach der kurzen Feier steht die Weihnachtsfeier im Kreise der Familie an. «Danach will ich mich optimal auf die Vierschanzentournee vorbereiten», sagte Ammann, der sich besonders auf das erste Springen in Oberstdorf freut. «Diese Schanze liegt mir besonders gut.» Vor vier Jahren war sein Stern auf der Schattenbergschanze mit dem 15. Rang aufgegangen. Dies trug ihm die Olympia-Teilnahme in Nagano ein. Danach folgten aber drei Winter, in denen es dem Gymnasiasten nicht mehr rund lief.

Zwei Bomben

«Es ist einfach gigantisch, was Simon hier gezeigt hat», freute sich auch der Schweizer Nationaltrainer Berni Schödler über den zweiten Platz von «Simi». «Zwei perfekte Sprünge, Traumsprünge waren es», fand der Bündner die entsprechenden Worte und sprach von zwei «Bomben», wie es im Springer-Slang heisst. Schödler war aber auch mit dem 13. Rang von Andreas Küttel «sehr zufrieden». Beim Einsiedler schlich sich im Finaldurchgang wieder ein kleiner technischer Fehler ein. Wie in Engelberg zog es ihm den linken Ski etwas weg, weil er beim Absprung die linke Schulter nach unten drückte.

Etwas Pech hatte Sylvain Freiholz, der 48. wurde. Wegen des etwas zu starken Rückenwindes musste er zuerst lange warten, und dann wurde der Anlauf um zwei Gates verlängert. Dies war für den sensiblen Waadtländer eine schlechte Voraussetzung, um nach dem 25. Rang in der ersten Predazzo-Konkurrenz den zweiten Teil der Olympia- Qualifikation sicher zu stellen. Ein Sorgenkind von Schödler bleibt Marco Steinauer, der sich erneut nicht für den Wettkampf qualifizieren konnte. Er wird aber wie die andern drei an der Vierschanzentournee dabei sein. Im Sinne einer optimalen Vorbereitung wird dieses Quartett aber auf die sonst übliche Teilnahme am Weihnachtsspringen in St. Moritz (26. Dezember) verzichten.

Perfekte Sprünge

«Die beiden Sprünge waren perfekt», sagte Schanzenrekordhalter Adam Malysz, der nach seinem sechsten Saisonsieg auch zum Favoriten für die Vierschanzentournee aufgestiegen ist. «Ich bin nicht allein. Es gibt viele andere auch», versuchte der Vorjahres-Erste die Favoritenrolle von sich zu rücken. Mit Rang 3 bestätigte Andreas Widhölzl, dass er wieder in Form gekommen ist. «Das gibt mir Sicherheit für die Tournee», sagte der Gesamtsieger von 2000.

(kil/sda)

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