Ski alpin: Festival der Österreicher bei Weltcup Abfahrt

publiziert: Samstag, 30. Nov 2002 / 22:42 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Nov 2002 / 23:02 Uhr

(Si) Neue Saison, altes Bild: Angeführt von Weltcupsieger Stephan Eberharter erwies sich Team Austria in Lake Louise (Ka) schon in der ersten Weltcup-Abfahrt als bereits wieder überragend. Den Schweizer Absturz verhinderte Didier Defago als Neunter.

Enttäuschend: Der Kanadier Franco Cavegn nur 18.
Enttäuschend: Der Kanadier Franco Cavegn nur 18.
Cheftrainer Karl Frehsner hat die Zielvorgabe in der Abfahrt nach unten korrigiert. Ein bis zwei Platzierungen in den ersten 8 erachtet er derzeit als genügend. Doch selbst diese bescheidener gewordene Zielsetzung konnten die Schweizer zum Saisonstart nicht erfüllen. Positiv herauszuheben galt es einzig den Walliser Didier Defago, der als Neunter sein drittbestes Abfahrts-Ergebnis realisierte. Erfolgreicher war er bisher nur in Kvitfjell, wo er im März 2001 die Ränge 5 und 8 belegt hatte. Die übrigen Schweizer enttäuschten, was indes nach den teils eklatanten Schwierigkeiten im Training kaum überraschend kam. Franco Cavegn (18.) und Ambrosi Hoffmann (19.) schafften es knapp in die Top 20, und ein paar Weltcuppunkte gab es noch für Didier Cuche (22.), Bruno Kernen (26.), Daniel Züger (28.) und Tobias Grünenfelder (30. mit Nummer 51).

Defago, unmittelbar hinter Eberharter mit Nummer 16 gestartet, nutzte seine gute Startposition. Vor allem im obersten Bereich zeigte er eine erstaunlich gute Leistung. Nach knapp der Hälfte lag er noch im Bereich der Allerbesten, ehe er bis ins Ziel noch eineinhalb Sekunden einbüsste. "Die gute Startnummer hat sich für mich ausbezahlt, denn bereits bei meiner Fahrt war die Piste nicht mehr so gut", erklärte der Romand, der neben Super-G und Riesenslalom nun auch in der dritten Disziplin langsam zu einem sicheren Wert werden könnte. Bisher fehlte ihm vor allem die Konstanz. "Daran arbeite ich, und ich hoffe schon, etwas regelmässiger in die vorderen Regionen kommen kann."

Bode Miller - ein harter Brocken für Eberharter

Die stärksten Schweizer waren alle mit relativ hohen Nummern getartet, was "sicher kein Vorteil war, aber auch keine Entschuldigung sein kann", wie Franco Cavegn bemerkte. Immerhin schafften mit dem Österreicher Michael Walchhofer (6. mit Nummer 33) und dem Amerikaner Bode Miller (7. mit der 30) zwei ebenfalls weit hinten gestartete Fahrer den Vorstoss in die Top 10. Insbesondere Miller, der noch nie in einer Weltcup-Abfahrt unter den ersten 20 platziert war, überraschte. Im Abschlusstraining hatte er Bestzeit erzielt, was allerdings nach der neuen Regel nicht mehr von Belang ist. Von grösserer Bedeutung ist aber, dass mit ihm ein für Stephan Eberharter im Gesamt-Weltcup ganz gefährlicher Gegner heran wachsen könnte.

Zumindest in Lake Louise waren für Eberharter solche Gedanken Nebensache. Der Österreicher durfte einen weiteren Erfolg geniessen. Lake Louise gefällt dem Tiroler ganz speziell gut. Hier hat er erst vor zwei Jahren seinen allerersten Abfahrtssieg gefeiert, mittlerweile steht er bei neun Erfolgen in der Sparte Downhill: "Vom Tempo her ist die Strecke fast vergleichbar mit Kitzbühel. Für mich ist es eine der schönsten Piste im Weltcup überhaupt", meinte er. Eberharter errang einen letztlich souveränen Sieg, obwohl er laut eigener Einschätzung nicht ganz optimal durchgekommen war. 49 Hundertstel betrug seine Reserve auf Teamkollege Hannes Trinkl, "zwei bis drei Zehntel", so Eberharter, "wären aber noch drin gelegen."

Die Dominanz der Österreicher war wieder einmal erdrückend. Unter den ersten 13 fanden sich gerade drei Nicht-Austrianer: Der Norweger Kjetil André Aamodt (31), der als Dritter das Podium der Routiniers (Eberharter ist 33, Trinkl 34) ergänzte, dazu Miller (7.) und Defago (9.). Eine besondere Anerkennung verdiente sich der Liechtensteiner Marco Büchel, der als 16. sein bisher bestes Abfahrts-Ergebnis erreichte und mit Ausnahme von Defago die gesamte Schweizer Elite hinter sich liess...

(Werner Eisenring/sda)

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