Ski alpin: Sonja Nef vergab einen Podestplatz

publiziert: Samstag, 7. Feb 2004 / 16:55 Uhr

Anja Pärson eilt von Sieg zu Sieg: Im Riesenslalom von Zwiesel errang die Schwedin ihren bereits achten Saisonsieg. Aus dem Schweizer Team holten sich nur Sonja Nef (8.) und Nadia Styger (18.) Weltcuppunkte.

Für Sonja Nef wäre mehr drin gelegen.
Für Sonja Nef wäre mehr drin gelegen.
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Besser als in Zwiesel war Sonja Nef in den Riesenslaloms dieser Saison erst einmal klassiert. Platz 7 hatte die Appenzellerin im Dezember in Alta Badia belegt. "Mit dem Ergebnis muss ich wohl zufrieden sein", lautete denn auch ihr Fazit, zumal sie in den letzten beiden Rennen in ihrer einstigen Parade-Disziplin nicht reüssiert hatte (20. in Lienz, out in Maribor). Doch die Ostschweizerin war sich auch bewusst, dass sie eine Chance verpasst hatte, wieder einmal aufs Podest zu fahren: "Es wäre mehr drin gewesen."

Ein Kampf von oben bis unten

Im ersten Lauf patzte sie im oberen Abschnitt, im zweiten Lauf folgte ein schwerer Fehler unten. Stark fuhr sie indes den unteren Teil des ersten Laufes. Dort behauptete sie sich gar einen Hundertstel vor Anja Pärson, was sie noch auf Platz 4 im Zwischenklassement brachte. Doch dann fehlte ihr im zweiten Lauf am Ende auch etwas die Kraft: "Ich war zu Beginn der Woche erkältet, vielleicht deshalb ging mir am Schluss der Saft aus."

Sonja Nef und mit ihr die gesamte Konkurrenz war auf der Piste am Arber gefordert wie noch nie in diesem Winter. Fast alle taten sich auf der vom Regen teils aufgeweichten und mit unzähligen Schlägen durchsetzten Strecke sehr schwer. "Es war ein Kampf von oben bis unten. Einen so anspruchsvollen Riesenslalom gabs zuletzt 2001 in St. Anton", war sich Sonja Nef sicher. Dort hatte sie vor drei Jahren den WM-Titel gewonnen.

Nadia Styger mit Riesenslalom-Bestergebnis

Eine gute Leistung gelang auch der Schwyzerin Nadia Styger, die sich dank drittbester Zeit im zweiten Lauf vom 27. auf den 18. Schlussrang vorkämpfte und damit ihr bestes Riesenslalom-Ergebnis überhaupt realisierte. Je 21. war sie in Park City und in Lienz geworden. "Jetzt habe ich mehr als 400 Punkte im Gesamt-Weltcup", freute sie sich hinterher. Das heisst, dass sie inskünftig in den Riesenslaloms nach der ersten Gruppe startberechtigt ist.

Die übrigen drei Schweizerinnen blieben ohne Punkte. Marlies Oester (32.) und Lilian Kummer (39.) konnten sich nicht für den Finaldurchgang qualifizieren, Fränzi Aufdenblatten schied aus.

Anja Pärson erneut Riesenslalom-Weltcupsiegerin

Anja Pärson sicherte sich mit ihrem souveränen Sieg vorzeitig die kleine Kristallkugel für den Disziplinen-Weltcup. Die Trophäen werden übrigens in der Glasbläserstadt Zwiesel hergestellt. Theoretisch könnte sie noch von Nicole Hosp eingeholt werden, doch die kann ja bekanntlich in der laufenden Saison wegen eines Knöchelbruchs keine Rennen mehr bestreiten. Gesamtsiegerin im Riesenslalom war Anja Pärson schon letzten Winter, doch nun setzt sie auch zum erstmaligen Gewinn der grossen Kugel an, die bisher erst eine Schwedin (Pernilla Wiberg 1997) geholt hat.

"Der Vorteil liegt nun bei mir", durfte Anja Pärson in Zwiesel festhalten. 12 Punkte liegt sie derzeit vor Renate Götschl. Die Österreicherin wehrte sich zwar bravourös und belegte hinter der Slowenin Tina Maze im Riesenslalom Platz 3, doch das Restprogramm mit nur noch drei Speed-Rennen gegenüber sechs technischen Prüfungen spricht eben doch klar für die Seriensiegerin aus Skandinavien, die am Samstag mit 1,98 Sekunden Vorsprung gewann. Eine grössere Differenz zwischen Platz 1 und 2 gabs im Riesenslalom der Frauen zuletzt im November 1998 in Park City. Damals siegte Alexandra Meissnitzer (Ö) 2,16 Sekunden vor Martina Ertl (De).

Ganz ohne Probleme kam aber selbst Anja Pärson nicht durch. Die 22-Jährige schlug sich im zweiten Lauf die rechte Hand an einer Torstange an und klagte danach über Gefühllosigkeit im Zeigefinger. "Abbiegen kann ich den Finger auch nicht", erklärte die Schwedin. Im Slalom von heute Sonntag wird sie deshalb mit einem Tapeverband an den Start gehen müssen.

(rr/Si)

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