Ski alpin: Stephan Eberharter doppelte im Super-G nach
publiziert: Sonntag, 1. Dez 2002 / 22:31 Uhr

(Si) Der Schweizer Schlappe in der Abfahrt folgte eine bemerkenswerte Reaktion im Super-G: Didier Cuche eroberte sich in Lake Louise (Ka) als Dritter hinter Stephan Eberharter und Josef Strobl Platz 3, Franco Cavegn (mit Nummer 42) überraschte als 8.

Didier Cuche, Stephan Eberharter, Josef Strobl auf dem Podest.
Didier Cuche, Stephan Eberharter, Josef Strobl auf dem Podest.
Cuche hatte in der Abfahrt vom Vortag als 22. enttäuscht, Cavegn war nicht über Rang 18 hinaus gekommen, doch im Super-G gelang beiden die Rehabilitation. "Schon letzten Winter habe ich einige schlechte Resultate im Super-G korrigieren können. Nun bin ich glücklich, dass mir dies erneut gelungen ist", erläuterte ein sichtlich gelöster Cuche im Zielraum. Selbstverständlich kam dies gewiss nicht. Die Unsicherheit beim 28-jährigen Neuenburger war gross: "Ich wusste nicht recht, welchen Ski ich einsetzen sollte. Denn den Super-G habe ich am wenigsten vorbereitet." In dieser Disziplin schaffte er zwar letzten Winter in sechs Rennen fünfmal einen Podiumsplatz, aber nach dem Materialwechsel zu Atomic gab es doch Zweifel, ob sich diese Erfolgsserie fortsetzen lassen würde.

Zum Sieg fehlten Cuche letztlich nur 37 Hundertstel. Bei der zweiten Zwischenzeit waren es gar nur fünf Hundertstel Rückstand auf Eberharter gewesen. "Im unteren Abschnitt geriet ich ein bisschen in Rücklage, das dürfte ausschlaggebend gewesen sein." Aber damit wollte Cuche nicht hadern. Er war nach seinem guten Ergebnis ganz einfach happy.

Grund zur Freude hatte auch der Bündner Franco Cavegn, der bisher in der Abfahrt deutlich stärker war als im Super-G. Der 31-jährige war bis anhin im Super-G noch nie in die Top 10 gefahren. Am nächsten dran befand er sich vor knapp zwei Jahren beim Saison-Finale in Kvitfjell, wo er einen 12. Rang herausfuhr. Nun wartete er ausgerechnet nach der Abfahrtsschlappe mit dem 8. Rang auf, den er mit Startnummer 42 realisierte. 0,88 Sekunden verlor Cavegn auf Eberharter, aber gar nur 25 Hundertstel auf den viertplatzierten Norweger Kjetil André Aamodt.

Cavegn der "winStar" des Tages

Der Vorstoss trug Cavegn auch noch einen Spezialpreis ein. Der Bündner gewann als sogenannter "winStar" die von Sponsor "Winterthur" ausgesetzten 50 Gramm Gold, die dem besten Fahrer zustehen, der mit einer höheren Nummer als 30 in die ersten 15 vorstösst.

Didier Defago, am Vortag als Neunter der beste Schweizer in der Abfahrt, schaffte es im Super-G auf Platz 15, daneben sicherten sich auch Ambrosi Hoffmann, der im ersten Versuch angehalten worden war und im zweiten Anlauf 16. wurde, Tobias Grünenfelder (18.) und Bruno Kernen (22.) Weltcuppunkte.

Zur grossen Figur der Rennen von Lake Louise wurde indes Stephan Eberharter. Der Österreicher gewann 24 Stunden nach der Abfahrt auch den Super-G, diesmal allerdings setzte er sich weniger deutlich durch als noch 24 Stunden zuvor. "Eigentlich hatte ich es kaum für möglich gehalten, dass man mit Startnummer 30 im Super-G gewinnen kann", meinte er hinterher. Hilde Gerg hatte bei den Frauen zwar auch mit der 30 die Saison-Premiere für sich entschieden, doch "bei den Männern", so Eberharter, "ist die Dichte etwas grösser."

Um 18 Hundertstel liess Eberharter seinen Teamkollegen Josef Strobl hinter sich. Die Differenz schuf er sich im untersten Abschnitt. Bei der Zwischenzeit nach gut 50 Sekunden hatte er noch 6 Hundertstel hinter Strobl gelegen. "Es machte sich bezahlt, dass ich mit Abfahrtsskiern gefahren bin, Im untersten Abschnitt konnte ich so viel mehr Zug entwickeln", war er überzeugt. So reichte es ihm zu Weltcupsieg Nummer 19. In der laufenden Saison hat er nun ebenfalls schon wieder drei für sich entschieden; und dies in drei verschiedenen Disziplinen.

Ein überraschend gutes Wochenende brachte auch der Liechtensteiner Marco Büchel hinter sich. Seinem Effort in der Abfahrt liess er im Super-G den 6. Schlussrang folgen. Erst einmal, vor knapp drei Jahren in Kitzbühel als Vierter, war er in dieser Sparte besser platziert gewesen.

(fest/sda)

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