Ski nordisch: Ammann kommt nicht auf Touren

publiziert: Samstag, 14. Dez 2002 / 19:41 Uhr

(Si) Simon Ammann erlebte als 21. in Titisee-Neustadt eine weitere Enttäuschung. Der Österreicher Martin Höllwarth feierte seinen zweiten Saisonsieg und kam wie Sigurd Pettersen aus Norwegen zum dritten Podestplatz in Serie.

Der Schweizer Andreas Küttel.
Der Schweizer Andreas Küttel.
Nach einer klaren Steigerung am Qualifikationstag hatten sich Ammann und Teamkollege Andreas Küttel einiges erhofft. Beide landeten im Wettkampf aber auf dem harten Boden der aktuellen Realität. Küttel erreichte mit 106,5 m eine Weite, die ihm nur den 47. Platz einbrachte. Ammann kam zwar zu seinem besten Ergebnis in diesem Winter, war aber trotzdem nicht zufrieden. "Solche Klassierungen sind nicht das, was ich mir vorstelle."

Nach Ausreden suchte der Doppelolympiasieger nicht. "Ich kann die Schuld weder bei den Skis noch beim Anzug suchen. Es liegt einzig an mir, dass ich im Moment nicht besser springe." Der 21-jährige Toggenburger hatte nach dem ersten Durchgang (122 m) an 18. Stelle gelegen. Trotz verlängertem Anlauf konnte er sich im zweiten Umgang nur um einen halben Meter steigern und fiel noch zurück. Das grösste Manko beklagt Ammann derzeit beim Absprung. "Ich bringe keine Kraft auf den Tisch, das Timing stimmt nicht."

Wenigstens scheinen die Probleme an der Materialfront gelöst. Ammann setzte einen neuen Ski ein, der dank verändertem Aufbau besser in der Luft liegt. "Der Ski ist eine Bombe", war Ammann zumindest von seinen Brettern begeistert. Mehr Speed in der Spur hat das weiterentwickelte Produkt aber nicht gebracht -- Ammann ist und bleibt einer der Langsamsten. Daran verschwendet er allerdings keine Gedanken mehr. Der Holmenkollen-Sieger weiss zu gut, dass er als Leichtgewicht wohl nie Spitzentempi erreichen wird.

Andreas Küttel hatte noch am Freitag davon gesprochen, dass er sich auf der Hochfirstschanze sehr wohl fühle. Der Optimismus war entsprechend gross. Grund für die höchst bescheidene Weite des Einsiedlers war ein völlig verpatzter Absprung. Wäre Küttel schon am Vortag so schlecht gesprungen, hätte er sich die Teilnahme am ersten Springen abschminken können.

An diesen "Hüpfer" sollte Küttel nicht zu viele Gedanken verschwenden -- er selber weiss am besten, dass er zu weit mehr fähig ist. Die Qualifikation für den Final der besten 30 war unter diesen Umständen kein Thema. Er verpasste sein primäres Ziel schon zum dritten Mal in Folge.

Mit dem Helikopter zur Gala

Simon Ammann stieg kurz nach seinem zweiten Sprung in einen Helikopter, der ihn nach Bern zu den "Sport Awards" brachte. Ammann scheint solchen Verpflichtungen mit Freude nachzukommen. Ob sie der Konzentration auf das sportliche Kerngeschäft förderlich sind, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Immerhin kann Ablenkung die unbeschwerte Frohnatur davon abhalten, ins Grübeln zu kommen.

Höllwarth und Pettersen setzten Massstäbe

Martin Höllwarth und Sigurd Pettersen drücken der Szene in diesen Tagen den Stempel auf. Der Österreicher überflügelte dank dem Sprung des Tages auf 137 m den nach dem ersten Durchgang führenden Shooting-Star und feierte seinen fünften Weltcupsieg, den 125. für sein Heimatland.

Eine Niederlage musste das deutsche Team einstecken. Bester "Adler" war erneut Michael Uhrmann (5.). Sven Hannawald, der auf die Wettkämpfe in Trondheim vezichtet hatte, gehörte nach einem überzeugenden Probedurchgang zum erweiterten Favoritenkreis. Im Ernstfall konnte der Popstar unter den Skispringern dann aber nicht verbergen, dass er noch weit von jener Form entfernt ist, die ihn im Vorjahr zum Alleinherrscher über die Vierschanzen-Tournee machte.

(Philipp Bärtsch/sda)

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