Ski nordisch: Jan Schmid so gut wie noch nie

publiziert: Freitag, 2. Jan 2004 / 18:18 Uhr / aktualisiert: Freitag, 2. Jan 2004 / 20:49 Uhr

Jan Schmid sorgte am Weltcup-Anlass der Nordischen Kombinierer in Reit im Winkl (De) als Sechster des Sprints für das beste Schweizer Resultat seit zwei Jahren. Nach dem Springen hatte der 20-Jährige noch geführt.

Der bisherige Weltcup-Dominator Ronny Ackermann musste sich mit Rang acht begnügen.
Der bisherige Weltcup-Dominator Ronny Ackermann musste sich mit Rang acht begnügen.
Den Sieg sicherte sich der Norweger Magnus Moan, der nicht nur gleich alt ist wie Schmid, sondern auch am gleichen Ort wohnt (Trondheim). Weltcup-Dominator Ronny Ackermann (De) patzerte in seiner Paradedisziplin, konnte deshalb erst als 19. zum 7,5-km-Langlauf starten und musste sich mit Rang 8 bescheiden.

Jan Schmid, der als grösstes Schweizer Talent seit Andy Hartmann gilt, sorgte im bayrischen Wintersportort für die beste Weltcup-Klassierung eines Swiss-Ski-Athleten, seit Ronny Heer am 29. Dezember 2001 in Oberwiesenthal (De) ebenfalls Sechster geworden war.

Schmids "Sieg" von der Schanze hatte sich im Training angedeutet, als dem Schweizer in beiden Durchgängen die Bestweite gelang. Vor dem seit Jahren in Norwegen domizilierten Schmid hatte mit Andy Hartmann (1997 in Oslo) erst ein Schweizer nach dem Springen an der Spitze gelegen.

In der Loipe untermauerte Schmid dann seinen Ruf als Stimmungsläufer und musste lediglich fünf Konkurrenten passieren lassen. Noch beim letzten Wettkampf in Oberhof (De) hatte er sich die schlechteste Laufzeit notieren lassen müssen, in Reit im Winkl kam er in dieser Wertung auf den 29. Platz.

Der 6. Platz war erst Schmids zweite Klassierung in den Top Ten nach Rang 10 zum Saisonauftakt in Kuusamo (Fi). Andreas Hurschler als 18., Ivan Rieder als 24. und Ronny Heer als 25. trugen ihren Teil zu einer überzeugenden Schweizer Bilanz bei.

Lucas Vonlanthen (38.) verpasste zwei Tage nach seiner ersten eine weitere Klassierung in den Punkterängen. Andy Hartmann trat nach schwacher Vorstellung im Springen (41.) nicht zum Langlauf an -- ein mit Blick auf den letzten Wettkampf des dreiteiligen Deutschland-Grand-Prix (am Sonntag in Schonach) vernünftiger Entscheid.

Magnus Moan, der erst seit einem Jahr im A-Weltcup mitmischt, feierte seinen ersten Sieg auf höchster Stufe. Der starke Läufer legte den Grundstein mit einem für seine Verhältnisse aussergewöhnlichen Sprung, der ihm den 7. Zwischenrang einbrachte.

Für das norwegische Team war es der erste Erfolg seit Kristian Hammers Triumph in Sapporo vor knapp zwei Jahren. Hinter Moan erreichte der dreifache Olympiasieger Samppa Lajunen (Fi) sein bestes Resultat des Winters, Todd Lodwick (USA) wurde Dritter.

Reit im Winkl (De). Kombination. Sprint (1 Sprung von der Normalschanze/7,5-km-Langlauf):

1. Magnus Moan (No) 20:32,1. 2. Samppa Lajunen (Fi) 1,8 zurück. 3. Todd Lodwick (USA) 24,2. 4. Hannu Manninen (Fi) 34,0. 5. Sebastian Haseney (De) 44,0. 6. Jan Schmid (Sz) 45,8. 7. Christoph Bieler (Ö) 53,6. 8. Ronny Ackermann (De) 55,9. 9. Ludovic Roux (Fr) 56,3. 10. Mario Stecher (Ö) 56,5.

11. Ladislav Rygl (Tsch) 57,9. 12. Ola Morten Graesli (No) 1:00,4. 13. Jaakko Tallus (Fi) 1:02,9. 14. Havard Klemetsen (No) 1:10,2. 15. Michael Gruber (Ö) 1:17,4. 16. Felix Gottwald (Ö) 1:23,2. -- Ferner die weiteren Schweizer: 18. Andreas Hurschler 1:39,6. 24. Ivan Rieder 1:51,6. 25. Ronny Heer 1:53,1. 38. Lucas Vonlanthen 2:56,8. -- 44 klassiert. -- Nach dem Springen aufgegeben: Andy Hartmann.

Stand nach dem Springen: 1. Schmid 125,0 (94,5). 2. Bieler 124,5 (94), 0:02 Rückstand für den 7,5-km-Langlauf. 3. Lodwick 123,0 (93,5), 0:08. 4. Roux 121,5 (92,5), 0:14. 5. Gruber 120,5 (92,5), 0:18. 6. Lajunen 119,0 (91,5), 0:24. 7. Moan 118,0 (91,5) und Klemetsen 118,0 (91), je 0:28. 9. Daito Takahashi (Jap) 117,5 (93,5), 0:30. 10. Gottwald 116,5 (90,5), 0:34.

Ferner: 19. Ackermann 110,0 (87,5), 1:00. 23. Vonlanthen 106,0 (86,5), 1:16. 25. Andreas Hurschler 105,0 (85), 1:20. 30. Rieder 103,0 (84,5), 1:28. 34. Heer 100,0 (83), 1:40. 41. Hartmann 92,0 (79,5), 2:12.

Die besten Laufzeiten: 1. Haseney 19:54,1. 2. Moan 10,0 zurück. 3. Lajunen 15,8. 4. Rygl 15,9. 5. Manninen 22,0. 6. Ackermann 33,9. 7. Björn Kircheisen (De) 34,7. 8. Graesli 44,4. 9. Jan Rune Grave (No) 50,9. 10. Heer 51,1. 11. Lodwick 54,2. -- Ferner: 14. Andreas Hurschler 57,6. 16. Rieder 1:01,6. 29. Schmid 1:23,8. 40. Vonlanthen 2:18,8.

Stand im Weltcup (7/20): 1. Ackermann 582. 2. Manninen 450. 3. Gottwald 352. 4. Haseney 334. 5. Lajunen 307. 6. Gruber 251. -- Ferner: 8. Moan 224. 13. Schmid 118. 23. Hartmann und Andreas Hurschler, je 59. 27. Heer 57. 31. Rieder 53. 38. Vonlanthen 46.

(tr/Si)

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