Slavkov gibt nationale Ämter ab

publiziert: Montag, 9. Aug 2004 / 20:25 Uhr

Zwei Tage nach dem Ausschluss als IOC-Mitglied liess sich der Bulgare Ivan Slavkov (64) als Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK/seit 1982) und des Fussball-Verbandes (seit 1995) seines Landes beurlauben.

Slavkov sass auch schon in Untersuchungshaft.
Slavkov sass auch schon in Untersuchungshaft.
Das IOC hatte Slavkov wegen Korruptionsverdacht auch von den am Freitag beginnenden Olympischen Spielen in Athen ausgeschlossen. Die IOC-Spitze zog damit eine schnelle Konsequenz aus einem am Mittwoch vom britischen Fernsehsender BBC gesendeten Beitrag ("Die gekauften Spiele").

Slavkov hatte darin in einem geheim aufgenommenen Gespräch mit verkappten Reportern den Eindruck erweckt, seine Stimme sei für die Londoner Bewerbung um die Spiele 2012 käuflich. Slavkov will nun gegen jene BBC-Journalisten gerichtlich vorgehen.

Der Schwiegersohn des 1989 gestürzten Diktators Todor Schivkov hatte nach der politischen Wende wegen des Verdachts der Veruntreuung von NOK-Geldern in Sofia in Untersuchungshaft gesessen und geriet auch im Zusammenhang mit der Vergabe der Spiele 2004 unter Korruptionsverdacht. Allerdings sprach ihn der Internationale Sportgerichtshof (CAS) frei.

(rr/Si)

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