Fallanalyse von vier Frauen

Smartphone im Büstenhalter bewirkt Brustkrebs

publiziert: Mittwoch, 4. Dez 2013 / 14:35 Uhr
Bei den vier Frauen entwickelte sich der Krebs genau dort, wo die Mobiltelefone Hautkontakt hatten.(Symbolbild)
Bei den vier Frauen entwickelte sich der Krebs genau dort, wo die Mobiltelefone Hautkontakt hatten.(Symbolbild)

New York - Enger Hautkontakt mit dem Handy könnte Krebs auslösen.

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Zu diesem Schluss kommt eine im Journal Case Reports in Medicine veröffentlichte Fallanalyse, wonach vier Frauen im Alter zwischen 21 und 39 Jahren Brustkrebs entwickelten, nachdem sie jahrelang bis zu zehn Stunden täglich ihr Handy im BH getragen hatten. Der Krebs entwickelte sich genau dort, wo die Mobiltelefone Hautkontakt hatten.

Frauen ohne Risikobewusstsein

Keine der Patientinnen hatte in der Familiengeschichte bisher Brustkrebs und es gab keine genetische Vorbelastung wie die Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 oder andere bekannte Risikofaktoren. In der Zusammenfassung des Reports, heisst es, dass diese Fälle ins Bewusstsein rufen, dass es keine ausreichenden Daten für die Sicherheit von Mobiltelefonen bei direktem länger dauerndem Hautkontakt gibt.

Der amerikanische Environmental Health Trust (EHT), eine gemeinnützige Organisation zur Erforschung der langfristigen Auswirkungen von Mikrowellenstrahlung, warnt schon lange vor Mobiltelefonen. «Die meisten Frauen haben keine Ahnung, dass Handys Zwei-Wege-Mikrowellen-Radios sind, die nicht direkt am Körper getragen werden sollten», heisst es in einer Stellungnahme zur Studie. Die Patientin Tiffany Frantz erzählte dem Sender KTVU-TV, dass sie gar nicht auf die Idee gekommen war, es könne ein Risiko bestehen.

Headset und Freisprecheinrichtung besser

Die Epidemiologin und Brustkrebsforscherin Devra Davis, auch ehemalige Beraterin des US-Gesundheitsministeriums und Gründerin des Environmental Health Trust, sagt: «Wie einige Leute ihr Mobiltelefon benutzen, erhöht ihr Risiko Brustkrebs und andere Krankheiten zu bekommen. Die sporadische Mikrowellenstrahlung sickert direkt in das weiche Fettgewebe der Brust ein. Das bedeutet nichts Gutes.»

«Bis mehr Erkenntnisse verfügbar sind, sollten alle Anstrengungen unternommen werden um Mobilfunkbenutzer darauf hinzuweisen, dass sie Empfehlungen der Hersteller beachten und Hautkontakt mit Handys vermeiden sollten», schlussfolgert Lisa Bailey, Chirurgin und Co-Autorin der Studie. Im BH sollten die Geräte nie getragen werden. Und laut EHT ist es an der Zeit, ein Headset und eine Freisprecheinrichtung zu benutzen. «Besser jetzt auf Nummer sicher gehen. In ein paar Jahren kann es zu spät sein», warnt Davis abschliessend.

(ig/pte)

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