Snowboard: Vorschau FIS-WM Kreischberg
publiziert: Freitag, 10. Jan 2003 / 12:41 Uhr

(Si) Im Alpinsektor zählen die Schweizer Snowboarder seit Jahren zu den Branchenleadern. So extrem wie auf der ISF-Tour treten sie im ausgeglichener besetzten FIS-Weltcup zwar nicht mehr Erscheinung, an der WM in Kreischberg ist gleichwohl mit Spitzenklassierungen zu rechnen.

Philipp Schoch hat sich im Weltcup-Gesamtklassement auf den zweiten Platz vorgearbeitet.
Philipp Schoch hat sich im Weltcup-Gesamtklassement auf den zweiten Platz vorgearbeitet.
Nimmt man die aktuelle Weltrangliste zum Massstab, verfügt Trainer Jürg Matti über eines der kompetitivsten Teams. Von André Grütter abgesehen, ist keiner der Speed-Gruppe ausserhalb der Top 15 klassiert. Und Philipp Schoch hat sich nach seinem völlig überraschenden Goldrausch bei den Olympischen Spielen im Weltcup-Gesamtklassement dank konstant starker Leistungen auf den zweiten Platz hinter dem Franzosen Mathieu Bozzetto vorgearbeitet. Gilles Jaquet, der Titelhalter im Parallel-Riesenslalom, muss sich mit der Verfolgerrolle bescheiden.

Im olympischen Parallel-Slalom, der bereits zum WM-Auftakt am Sonntag stattfindet, figurieren sowohl Schoch als auch Jaquet im Kreis der Sieganwärter. Neben den Franzosen und den Schweizern stellen weiter Deutschland, die USA und Schweden Medaillenkandidaten.

Bei den Frauen präsentiert sich die Schweizer Erwartungshaltung nicht minder gross. Teamseniorin Ursula Bruhin (33) reiste als Weltcup-Leaderin zur Titelverteidigung in die Steiermark. Der Riesenslalom-Spezialistin ist abermals der Sprung auf den obersten Podestplatz zuzutrauen. Nicht ausser Acht zu lassen ist Daniela Meuli. Die Junioren-Weltmeisterin besitzt die Klasse zum Exploit.

Irritierter Schoch
Philipp Schoch hat den wichtigsten Triumph seiner Karriere im Gegensatz zu prominenteren Vertretern anderer Sportarten exzellent "verarbeitet". Er habe sich vom Druck der allseits erwarteten Bestätigung seiner Goldfahrten in Salt Lake City gut lösen können. "Ich gehe mittlerweile gelöster an die Rennen", hat der Olympiasieger festgestellt, "und der Druck an der WM ist für mich nicht derart gross. In Salt Lake City habe ich ja allen gezeigt, was ich kann."

Obschon Schoch Anfang September am kräftezehrenden Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt war und dadurch einige körperliche Handicaps zu verkraften hatte, liess er sich nicht vom Kurs abbringen. Die letzten Weltcup-Ergebnisse in Sölden (2.), Stoneham (1./5.), Whistler (4.) und am vergangenen Sonntag bei der WM-Generalprobe in Badgastein (2.) zeugen von der ausgezeichneten Verfassung Schochs. Mit der noch immer nicht überwundenen Krankheit mag sich der zähe Steger partout nicht beschäftigen und will "die Geschichte zumindest an der WM einfach vergessen".

Eher irritiert zeigt sich der Olympiasieger über das kärgliche Interesse an seiner Person. Derweil sich der Skispringer Simon Ammann vor lauter Angeboten kaum mehr auf seine eigentliche Kerndisziplin konzentrieren kann, hält sich Schochs Bekanntheitsgrad in engen Grenzen. "Mehr als gut Rennen zu fahren kann ich doch nicht tun", sagt der Boarder kopfschüttelnd.

Mit ähnlichen Problemen ringt Teamkollege Gilles Jaquet seit längerer Zeit. Der Romand gewann in Madonna di Campiglio vor zwei Jahren immerhin den FIS-WM-Titel. Im Weltranking belegt Olympia-Teilnehmer Jaquet als zweitbester Schweizer Rang 6. Nur neben der Piste blieb der finanzielle Aufschwung aus. Sein langjähriger Brettsponsor zog sich gar zurück.

(rr/sda)

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