Ort zum Abschalten gesucht

So erlebte Olivier Rousteing die Terror-Anschläge

publiziert: Dienstag, 17. Nov 2015 / 14:52 Uhr
Olivier Rousteing hatte niemanden, zu dem er nach den Terror-Anschlägen in Paris gehen konnte.
Olivier Rousteing hatte niemanden, zu dem er nach den Terror-Anschlägen in Paris gehen konnte.

Designer Olivier Rousteing (30) suchte bei den Anschlägen von Paris in einem Hotel Zuflucht, weil er sich dort weniger allein fühlte.

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Der Balmain-Kreativchef lebt und arbeitet in der französischen Hauptstadt, die am Freitagabend [13. November] Opfer der schlimmsten Terrorangriffe ihrer Geschichte wurde. Als er die schreckliche Nachricht hörte, war der in Bordeaux aufgewachsene Designer gerade in seinem Büro. Das verliess er daraufhin umgehend, um sich auf den Weg nach Hause zu machen. Dort fühlte er sich aber so allein, dass er weiterzog.

«Ich ging zurück nach Hause, konnte dort aber nicht bleiben», erklärte er auf 'vogue.co.uk'. «Ich hatte nicht das Gefühl, in Gefahr zu sein. Aber als ich dort lag und die Sirenen hörte, dachte ich, dass es wieder passieren könnte. Ich musste irgendwohin gehen, wo ich abschalten konnte. Wenn man all die Seelen sieht, die ihr Leben verloren haben, ist das wirklich hart.

Ich bin in ein Hotel gegangen - mein zweites Zuhause. Ich habe hier niemandem in meinem Leben - keine Familie, keinen Partner -, also wollte ich irgendwo sein, wo sich die Leute um mich kümmern. Meine Assistenten und Kollegen fuhren zu den Wohnungen ihrer Freunde oder Freundinnen oder Eltern. Das habe ich hier nicht.»

Konzerthalle oft besucht

Die Vertrautheit der angegriffenen Orte in Paris schockierte den Designer umso mehr, da er selbst ein regelmässiger Besucher der betroffenen Konzerthalle und Restaurants sei. Mindestens 89 Menschen kamen ums Leben, als die Attentäter die Konzerthalle Bataclan bei einem Konzert der Eagles of Death Metal stürmten.

«Ich ging oft ins Bataclan. Das war einfach so unerwartet. Ich finde keine Worte, um das zu erklären. Das 11. Arrondissement anzugreifen - ich weiss nicht, warum sie dorthin kamen. Normalerweise greifen sie die Regierung an. Bei Charlie Hebdo ging es um Figuren, die sich über ihre Ideologie und Anschauungen lustig machten.

Einen Club anzugreifen, der voller Menschen ist, die sich vergnügen - das ist einfach so willkürlich. Wir sahen, wie die Orte angegriffen wurden, an die wir Jungen alle gehen, um abzuhängen. Das ist merkwürdig, man fühlt sich nirgendwo mehr sicher», erklärte Olivier Rousteing.

(bg/Cover Media)

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