Software übersetzt Netzwerk-Aktivität in Musik

publiziert: Montag, 13. Feb 2006 / 19:47 Uhr

In der IT-Abteilung des Sheridan College im kanadischen Toronto läuft eine Backgound-Musik, die man beim ersten Hinhören für ein Werk eines klassischen Komponisten halten könnte.

Die ungewohnte Art des Netzwerk-Monitoring ist das End-Produkt des iSIC-Forschungsprojektes des Sheridan College.
Die ungewohnte Art des Netzwerk-Monitoring ist das End-Produkt des iSIC-Forschungsprojektes des Sheridan College.
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Was da scheinbar so harmlos vor sich hinplätschert ist aber in Wirklichkeit die exakte Übersetzung der Netzwerk-Aktivitäten der Hochschul-Server in eine hörbare Gestalt. Die mit den akustischen Regeln des Soundteppichs vertrauten System-Administratoren «hören» die Spam-Flut oder den Viren-Angriff.

Diese ungewohnte Art des Netzwerk-Monitoring ist das End-Produkt des iSIC-Forschungsprojektes der Hochschule und ist nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit jetzt in den regulären Betrieb gegangen.

Musikalische Elemente korrelieren mit Informationen

Instrumente, Akkorde, Tempo und andere musikalische Elemente korrelieren bei iSIC mit bestimmten Informationen wie beispielsweise E-Mail-Aktivität, genutzter Bandbreite oder dem Grad der Bedrohung durch Internet-Viren.

«Wenn Violinen auftauchen, wissen wir, dass das System mit Spam bombardiert wird», erklärt William Farkas, der Leiter des iSIC-Projektes. iSIC überwacht an der Sheridan-Hochschule die Netzwerk-Aktivtäten von 15 Servern.

Pro Sekunde werden 20 Statusberichte in die iSIC-Sound Engine eingespeist, die die Daten strukturiert, in ein Audio-Format umwandelt und über einen Synthesizer an die Ausgabe-Boxen leitet. Die in Java programmierte iSIC-Engine enthält zudem eine graphische Display-Ausgabe.

iSIC-Projekt vermarkten

Ein kommerziellen Ableger des iSIC-Projektes kann sich Projektleiter Farkas vorstellen, gibt dabei aber zu bedenken, dass in der harten Business-Realität möglicherweise das Verständnis für iSIC fehle: «Wenn ich jemanden unter 30 das Projekt erkläre, wird es enthusiastisch und interessiert aufgenommen. Bei anderen Leuten merkt man, dass sie es für eine verrückte Idee halten. Sie glauben, Musik hätte nichts mit Arbeit zu tun.»

(Christian Horn/teltarif.ch)

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