Weltcup-Slalom der Frauen in Saalbach
Sonja Nef ist Zweite im Slalom von Saalbach
publiziert: Sonntag, 13. Jan 2002 / 12:55 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Jan 2002 / 15:54 Uhr

Saalbach - Im sechsten Weltcup-Slalom der Saison fuhr Sonja Nef als Zweite bereits zum dritten Mal aufs Podest. Marlies Oester (9.) und Corina Grünenfelder (15.) sorgten in Saalbach-Hinterglemm erneut für ein gutes Schweizer Teamresultat. Nef verlor auf Siegerin Laure Pequegnot (Fr) 0,58 Sekunden. Anja Pärson (Sd) schied bereits im ersten Lauf aus.

Sonja Nef zeigte in Saalbach eine herausragende Leistung.
Sonja Nef zeigte in Saalbach eine herausragende Leistung.
Die Riesenslalom-Weltmeisterin Sonja Nef setzte nach dem siebten Slalom-Podestplatz ihrer Karriere zwar ihr strahlendes Lachen auf. Die Freude über ihr hervorragendes Ergebnis hinderte Nef aber nicht daran, wegen ihres erneut verbremsten ersten Laufs Selbstkritik zu üben: «Am Morgen bin ich fast in Schönheit gestorben, da war null Attacke. In Zukunft muss ich mich am Morgen vor einem Slalom wohl machen, damit ich wie im Riesenslalom von Beginn weg voll attackieren kann.» Als Siebente betrug ihr Rückstand zur Spitze schon 1,2 Sekunden. «Da glaubte ich nicht mehr daran, noch aufs Podest fahren zu können», sagte die 29-jährige Appenzellerin. Mit der sechstbesten Zeit im zweiten Lauf gelang dies Nef aber doch, trotz einiger kleiner Fehler.

Ausser beim Auftakt in Copper Mountain (USA) ist Nef im Slalom nie mehr ausgeschieden und hat mit den Rängen 3, 9, 8, 3 und nun 2 auch in ihrer zweiten Disziplin eine bemerkenswerte Konstanz an den Tag gelegt. Im Gesamtweltcup liegt Nef als Dritte mit 601 Punkten nur noch acht Zähler hinter Leaderin Pärson zurück. Zweite in dieser Wertung ist die Österreicherin Michaela Dorfmeister (608 Punkte).

Während sich Nef wie schon im zweiten Slalom von Maribor (Sln) noch deutlich steigern konnte, fiel Marlies Oester im zweiten Durchgang wiederum um einige Ränge zurück. «Ich kann im zweiten Lauf nicht so locker fahren wie im ersten», erklärte die 25-jährige Adelbodnerin -- die in allen sechs Slaloms dieses Winters punktete-- ihren Rückfall vom 5. auf den 9. Platz. Corina Grünenfelder, der zuletzt in Maribor mit Rang 8 ihr bestes Weltcupresultat gelang, wurde 15. Die 26-jährige Glarnerin fuhr in beiden Läufen mit viel Risiko, aber zu fehlerhaft.

Laure Péquegnot -- ein Muster an Konstanz

Laure Pequegnot, die im letzten November in Copper Mountain ihren ersten Slalom-Sieg feiern konnte, ist ein Muster an Konstanz. Die 26-Jährige aus Grenoble belegte in dieser Saison immer einen Rang unter den besten sieben und klassierte sich den vergangenen 15 Weltcup-Slaloms immer -- mit einem 19. Rang als schlechtestem Ergebnis. Einzig beim WM-Rennen in St. Anton schied die Junioren- Weltmeisterin von 1994 aus. Péquegnot übernahm mit dem 99. französischen Slalom-Weltcupsieg (Frauen und Männer) auch die Führung in der Disziplinenwertung, da die Schwedin Anja Pärson nach vier Erfolgen hintereinander ausschied. Nach bester Zwischenzeit im ersten Lauf rutschte die 20-jährige Weltmeisterin aus Tärnäby im Zielhang aus.

Tanja Poutiainen (Fi), die mit 0,41 Sekunden Vorsprung klar Führende zur Halbzeit, lag ihrerseits schon nach wenigen Sekunden im zweiten Lauf im Schnee. Die 21-Jährige aus Rovaniemi verpasste es durch ihr Missgeschick, als erste finnische Weltcupsiegerin überhaupt in die Geschichte einzugehen. Dritte wurde die Schwedin Ylva Nowen. Die 32-jährige Slalom-Weltcupsiegerin von 1997/98 stand in ihrer Paradedisziplin erstmals seit drei Jahren (3. Januar 1999 in Maribor) wieder auf dem Podest.

Renate Götschls kleines Jubiläum: 20. Weltcupsieg

In der Kombination siegte die Österreicherin Renate Götschl, die nun 20 Weltcuperfolge totalisiert. Die Kombinations-Weltmeisterin von 1997 in Sestriere distanzierte in der Addition von Samstags- Abfahrt und gestrigem Slalom die Kroatin Janica Kostelic um 51 Hundertstel. Auf Rang 3 fuhr Abfahrts-Weltmeisterin Michaela Dorfmeister.

Nach ihrem enttäuschenden Abschneiden in der Abfahrt (12.) verzichtete Corinne Rey-Bellet auf den Slalom und zog es vor, Riesenslalom zu trainieren. Catherine Borghi bestritt als einzige Schweizerin die Kombination, verlor als 14. allerdings bereits über zwölf Sekunden auf Götschl.

Weltcup-Slalom der Frauen in Saalbach. Schlussklassement:

1. Laure Péquegnot Fr Salomon 1:27,22
2. Sonja Nef Sz Völkl 1:27,80 0,58
3. Ylva Nowen Sd Salomon 1:27,89 0,67
4. Kristina Koznick USA Völkl 1:27,90 0,68
5. Sarah Schleper USA Rossignol 1:27,98 0,76
6. Vanessa Vidal Fr Rossignol 1:28,14 0,92
Henna Raita Fi Rossignol 1:28,14 0,92
8. Christel Pascal-Saioni Fr Salomon 1:28,19 0,97
9. Marlies Oester Sz Nordica 1:28,23 1,01
10. Monika Bergmann De Völkl 1:28,57 1,35

11. Marlies Schild (Ö), Blizzard, 1,51 zurück. 12. Elisabetta Biavaschi (It), Dynastar, 1,54. 13. Hedda Berntsen (No), Atomic, 1,67. 14. Trine Bakke (No), Rossignol, 1,75. 15. Corina Grünenfelder (Sz), Nordica, 1,92.

16. Claudia Riegler (Neus), Rossignol, 1,99. 17. Susanne Ekman (Sd), Elan, 2,00. 18. Janica Kostelic (Kro), Salomon, 2,11. 19. Noriyo Hiroi (Jap), Rossignol, 2,40. 20. Carina Raich (Ö), Atomic, 2,43. 21. Lea Dabic (Sln), Elan, 2,54. 22. Zali Steggall (Au), Salomon, 2,61. 23. Natasa Bokal (Sln), Elan, 3,04. 24. Karin Truppe (Ö), Fischer, 3,05. 25. Tina Maze (Sln), Rossignol, 3,13. 26. Renate Götschl (Ö), Salomon, 3,25.

26 der 30 Finalistinnen klassiert.

Ausgeschieden:
Malin Hultdin (Sd), Annemarie Gerg (De), Veronika Zuzulova (Slk) und Tanja Poutiainen (Fi).

(sk/sda)

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