Weltcup-Slalom Frauen in Copper Mountain

Sonja Nef stürzte und vergab Podestplatz

publiziert: Donnerstag, 22. Nov 2001 / 21:53 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 22. Nov 2001 / 22:40 Uhr

Cooper Mountain - Der Weltcup-Slalom in Copper Mountain hat mit einer faustdicken Überraschung geendet. Die Französin Laure Pequegnot feierte vor den jungen Österreicherinnen Christine Sponring und Carina Raich ihren ersten grossen Sieg. Sonja Nef schied als Zweite des ersten Laufes aus.

Dank Marlies Oester gabs aus Schweizer Sicht dennoch einen Lichtblick. Die Adelbodnerin, die im zweiten Lauf viertbeste Zeit fuhr, lieferte als Zwölfte ihr bestes Weltcup-Ergebnis seit über vier Jahren ab. In der Saison 1996/97 war sie in Zwiesel und Maribor zweimal Fünfte geworden. Sie bestätigte damit ihre aufsteigende Tendenz, die sie letzte Woche als Dritte eines ausgezeichnet besetzten Nor-Am-Slaloms angedeutet hatte.

Nef out wie vor einem Jahr

Obwohl für sie der Saisonauftakt im Slalom wie schon vor Jahresfrist -- damals war sie in Park City im ersten Durchgang ausgeschieden -- mit einer Enttäuschung endete, muss sich Sonja Nef nicht grämen. Sie hat gezeigt, dass sie auch in ihrer zweiten Disziplin bereits wieder zu Spitzenleistungen fähig ist und das intensive Slalom-Training gefruchtet hat. «Ich habe nicht nur hier in Copper Mountain, sondern auch im Sommer in Neuseeland und im Herbst auf den Gletschern mehr Slalom als Riesenslalom trainiert», erzählte die Gruberin. «Wenn ich meine normale Leistung bringen kann, bin ich sicher auch im Slalom vorne mit dabei», tröstete sich die Riesenslalom-Weltmeisterin.

Nach ihrer Rückkehr nach Europa wird aber vorerst wieder der Riesenslalom im Vordergrund stehen. «Die Video-Analyse hat gezeigt, dass sich alte Fehler wieder eingeschlichen haben und ich hier im Flachen nicht optimal gefahren bin. Das versuchen wir im Hinblick auf Val d'Isère in den Griff zu bekommen.» Sonja Nef hat dazu einige Tage Zeit; ihren nächsten Einsatz beim «Critérium de la première neige» wird sie erst Anfang Dezember haben.

Wieder eine Französin

Im höchstgelegenen Slalom, dessen Start sich auf fast 3600 m über Meer befand, tat es Laure Pequegnot ihrer Landsfrau und beste Teamkollegin Christel Saioni gleich, die in Copper Mountain vor zwei Jahren gemeinsam mit der Slowenin Spela Pretnar triumphiert und so für den bislang letzten französischen Sieg in einem Weltcup- Slalom gesorgt hatte. Von Pequegnot waren solche Auftritte schon vor Jahren erwartet worden; entsprechende Hoffnungen hatte sie unter anderem 1994 mit dem Junioren-WM-Titel geweckt.

Konstante Leistungen zeigte die 26-Jährige aus Grenoble indes erst in der zweite Hälfte der vergangenen Saison. Im Weltcup war sie in den letzten fünf Slaloms zumindest Achte geworden. Ihr bisheriges Bestergebnis hatte sie Mitte Januar mit Platz 2 in Flachau erreicht, dazu war sie noch zweimal Vierte. Ihren einzigen Ausfall im vergangenen Winter hatte sie ausgerechnet bei den Weltmeisterschaften in St. Anton zu beklagen. Mit Laure Pequegnot nutzte erstmals in diesem Winter eine Fahrerin die Führung nach dem ersten Lauf zum Sieg; zuvor war dies Sonja Nef in den beiden Riesenslaloms jeweils nicht geglückt.

Nicht erst seit dem Gewinn von Kombinations-Silber an der WM in St. Anton gilt Christine Sponring als das grösste österreichische Skitalent. Die erst 18-jährige Tirolerin, Junioren-Weltmeisterin und auch nationale Meisterin, bestritt gestern erst ihren achten Weltcup-Slalom. Zuvor war sie bereits einmal, als Neunte in Flachau, in die Top Ten vorgestossen. Die zwei Jahre ältere Carina Raich, die zuvor den 15. Platz vom vergangenen Dezember in Sestriere als Bestmarke ausgewiesen hatte, stürmte vom 15. Platz aufs Podest und tat es damit beinahe ihrem Bruder Benjamin Raich gleich. Dieser war im Januar 1999 im Nachtslalom in Schladming vom 23. Rang zum Sieg gefahren.

Ohne Kostelic -- Weltmeisterin out Prominenteste Ausgeschiedene war Weltmeisterin Anja Pärson. Die Schwedin kam im ersten Lauf wie die Glarnerin Corina Grünenfelder, die das Schweizer Mini-Team komplettierte, nur wenige Tore weit. Grosse Abwesende war Janica Kostelic. Die rekonvaleszente Kroatin, die in der Vorsaison acht der neun Weltcup-Slaloms für sich entschieden hatte, bereitet sich zur Zeit auf ihr Comeback vor. Ende September hatte sich die Weltcup-Gesamtsiegerin an ihrem Problemknie einer dritten Operation in diesem Jahr unterzogen.

(kil/sda)

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