Sorge über Antisemitismus
publiziert: Dienstag, 3. Feb 2009 / 13:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Feb 2009 / 14:09 Uhr

Zürich - Die deutschsprachigen jüdischen Gemeinden aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich sind besorgt über die Zunahme antisemitischer Aktionen als Folge der aktuellen Situation im Nahen Osten.

Solche Bilder notleidender Palästineser lassen den Antisemitismus in Europa steigen.
Solche Bilder notleidender Palästineser lassen den Antisemitismus in Europa steigen.
1 Meldung im Zusammenhang
Antisemitische Zuschriften, Schmierereien und Übergriffe hätten dramatisch zugenommen, schreibt der schweizerische israelitische Gemeindebund (SIG) in einer Mitteilung. Einseitige Verurteilungen Israels im Kampf gegen die Hamas, welche Israels Vernichtung und den Kampf gegen die Juden weltweit fordere, spielten den antisemitisch motivierten Kräften noch in die Hände.

Sehr besorgt sind die deutschsprachigen jüdischen Gemeinden laut Mitteilung auch im Hinblick auf die UN-Folgekonferenz gegen Rassismus, die im kommenden April in Genf stattfindet. Sie befürchten antisemitische Aussagen in den Schlussdokumenten - wie diese bereits 2001 in Durban vorgekommen seien.

«Rote Linien»

Man appelliere deshalb an die Regierungen sicherzustellen, dass die von den europäischen Ländern bestimmten «roten Linien» nicht überschritten würden. Behörden und Nichtregierungsorganisationen rufe man auf, sich entschieden gegen jede Form von Antisemitismus zu wenden.

Vertreter der deutschsprachigen jüdischen Gemeinden der drei Länder hatten sich am Sonntag und Montag in Zürich getroffen. Neben dem Thema aufkeimender Antisemitismus in Europa besprachen sie Kooperationen und Projekte in den Bereichen Religion, Kultur, Erziehung und Soziales, wie es in der Mitteilung heisst.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Der schwarze Peter
Ist allerdings ein übles Spiel.

Vereinfachungen werden im Leben geschaffen, um mit Leuten verschiedener Wissensstände zu kommunizieren (funktioniert knapp innerhalb des gleichen Kulturkreises).

In der Schnittmenge, der Ebene, auf der alle in etwa das Gleiche meinen, ist es recht eng. Leider wird im Leben selten aus dem Erlebnis- und Erfahrungshorizont mehrer Menschen die Vereinigungsmenge hervorgehen. Das braucht Zeit und Vertrauen.

Deshalb ist die Gleichung Araber = Terrorist (oder das Gegenteil für andere ) eine einfache und sehr enge. So eng wie die Angst, die das romantisierte Bild vom Wüstenreiter auf seinem Kamel in das Schreckgespenst bärtiger Terrorist oder das unschuldige Kriegsopfer hat umkippen lassen.

In dieser einfachen Gleichung kommen Emirati aus Dubai oder Ägyptische Taucher und Gelehrte, drusische Partygänger, friedenssuchende und stiftende Araber wie z.B. in Neve Schalom-Wahat al Salam nur vor wenn man diese Erfahrungen hat machen dürfen und die Wut im Ranzen nicht gerade den Kopf bzw. das Herz mit Adrenalin oder Tosteteron überflutet.

Zitat
"Ich glaube auch Sie koennen nachvollziehen dass Menschen mit einem arabischen Pass zur Zeit den schwarzen Peter gezogen haben."

Ja. Kann ich.
Ich denke an die jüdischen Organisationen Weltweit !
Da müsste einmal etwas von dieser Seite kommen, wenn die jüdische Seite sich nicht dauern in der Opferrolle sehen will ! Vom Einfluss her sind mehr Möglichkeiten offen als man gemeinhin annehmen könnte! Das wurde auch in der Organisation der Wiedergutmachungen (ich unterstütze das) bewiesen ! Nur in dieser Situation wäre die Forderung in die andere Richtung gestellt ! Vielleicht ebenso erfolgreich - wer weiss !!
Lieber Kubra
Ich bin mit Ihnen nicht voellig uneinig.

Sie werden aber mit mir einverstanden sein wenn ich behaupte die ganzen Tatsachen werden auch als Entschuldigung fuer eine totale Weltueberwachung hergenommen.

Ich glaube auch Sie koennen nachvollziehen dass Menschen mit einem arabischen Pass zur Zeit den schwarzen Peter gezogen haben. Man sollte schon unterscheiden koennen zwischen einem fundamentalistischen Iraner und einem Emirati aus Dubai.

Und zur Frage der Finanzierung. Zur Zeit hauptsaechlich aus dem Iran. Die zweite Schiene sind libanesische Hisbollah Aktivisten, die sich mit der nigerianischen Betrueger-Industrie zusammengeschlossen haben und zur Zeit versuchen West Afrika unter ihre Mafia Kontrolle zu bringen.
Visas
Zitat Midas
"Wenn ich Visas fuer Kollegen aus der U.A.E. besorgen muss, mit einem Saudi reise oder bei Bankueberweisungen zwischen Middle East und Europa, sieht die Welt aber wirklich total anderst aus."

Visas müssen sich auch Angehörige anderer Länder beschaffen. Fragen Sie mal einen Russen oder Chinesen.

Jedesmal wenn ich am Flughafen einchecke und die mühsamen Kontrollen über mich ergehen lasse, ärgere ich mich über die Verursacher. Weil ein paar islamistische Querköpfe die westliche Zivilisation nicht mögen, weil sie sich nicht integrieren können oder von der Religion her nicht dürfen, müssen wir uns in unseren Rechten einschränken lassen.
Diese Fundis bzw. Terroristen werden finanziert (Ausbildung, Logistik etc.). Es ist gut zu wissen, von wem.
War ja klar
War ja klar dass man fuer Kritik am Krieg und an den eingesetzten Mittel gleich mal als Antisemit eingestuft wird. Dies ist auch das gaengige Mittel wenn die Argumente ausgehen. Erstmal alle in die braune Ecke draengen damit man selbst schalten und walten kann wie man will.

Wenn ich Visas fuer Kollegen aus der U.A.E. besorgen muss, mit einem Saudi reise oder bei Bankueberweisungen zwischen Middle East und Europa, sieht die Welt aber wirklich total anderst aus.

Wie heisst eigentlich das Gegenstueck? Antimuslimissmus? Das entspricht eher der heutigen Realitaet. Im Gegensatz dazu hat die andere Gruppe eine starke Lobby, Sonderfreiheiten und die Gewissheit dass man immer auf ein kollektives Schuldgefueh zurueckgreifen kann.

Nochmals, fuer mich ist das eine ein Staat, das andere eine Religion. Leider haben das auch viele Israelis noch nicht begriffen.

Ich bin weder gegen Israel, noch Antisemit. Mehr geht es einfach total auf den Wecker dass dieses Thema immer fuer bestimmte Interessen hergezogen wird. Wir gestalten das Heute und die Zukunft nicht mit den Ewiggestrigen.
gewinnen
war gemeint, in der öffentlichen Meinung. Da können Sie sich drehen und wenden wie Sie wollen, trotz der geballten eingesetzten Medienmacht zu Ihren Gunsten, hat sich in der Bevölkerung europaweit incl. UNO die Meinung verfestigt, daß Israel Unrecht tut.
Dämmert's? Mit Fakten bitte. Ihre Meinung trägt meist nichts zur Klärung bei.
Deshalb ja auch die Angst vor einer neuen Antisemitismuswelle. Hab nicht ich erfunden!
Win Win Situation
Zitat Bewusstsein
"Man muß darüber reden!! Mr. kubra. "
Sag ich doch. Mr Magrebhin äh Bewussstein.
Und zwar mit Fakten, und Meinungen, die auf Fakten beruhen.

Zitat Bewusstsein
"Man wusste ja von Anfang an, daß die Palästinenser diesen Konflikt gewinnen werden."
Ich staune, was Sie so unter gewinnen verstehen. Mit Ihrem Realitätsverständnis kommen Sie dem Irakischen Informationsminister von damals ziemlich nahe.
"We love Ali"
http://www.welovetheiraqiinformationminister.com/
Der konnte noch wenn ein amerikansicher Panzer zu hören war davon sprechen, dass der Feind in einer titanischen Schlacht voe den Toren Bagdads besiegt wurde und dabei Selbstmord begangen habe.
oh, ich helfe Ihnen gerne
Santoro ist einer der bekanntesten Fernsehjournalisten Italiens, der nicht auf Ihrer Gehaltsliste steht. "Sorge über Antisemitismus" haben echt nur wenige. Ich gehöre nicht dazu. Ich finde, man muß darüber auch reden dürfen, ohne gleich als Antisemit von Ihnen verschrien zu werden. Man muß darüber reden!! Mr. kubra.
Was 74condor gepostet hat kann ich nur unterstreichen. Wenn es dahingehend ein Problem gibt, hat es Israel sich selbst zuzuschreiben.
Man wußte ja von Anfang an, daß die Palästinenser diesen Konflikt gewinnen werden.
Geheimnisvoll
Und wer ist dieser geheimnissvolle Santoro? Kann er etwas über das Thema
"Sorge über Antisemitismus" beitragen?
Kann er meine Sorge über die wachsende Sorglosigkeit mit dem Thema erklären, zerstreuen oder begründen.
Kann er erklären, wieso immer mehr Schwächlinge, die sich den Ursachen ihrer Probleme nicht stellen wollen, die Juden allgemein und die Israelis im Besonderen als Sündenböcke misbrauchen?
wer soll das denn tun?
die Meinungsmacher sind auf einer Linie, weltweit, darum hören, sehen und lesen wir so wenig.
Wer es versucht, wird niedergemacht wie Santoro mit seiner Sendung "anno zero", der es wagte diese dunkle Seite israelischer Politik zu durchleuchten.
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