Unabhängig ob einsam oder nicht

Soziale Isolation erhöht Sterberisiko bei Älteren

publiziert: Dienstag, 26. Mrz 2013 / 11:19 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 26. Mrz 2013 / 23:32 Uhr
Eigene Einschätzung von Einsamkeit spielt oft jedoch keine Rolle.
Eigene Einschätzung von Einsamkeit spielt oft jedoch keine Rolle.

London - Soziale Isolation steht mit einem höheren Sterberisiko bei älteren Menschen in Zusammenhang - und das unabhängig davon, ob sie sich selbst einsam fühlen, wie das University College London ermittelt hat. Das Team um Andrew Steptoe wertete die Daten von 6.500 Briten mit einem Durchschnittsalter von 52 Jahren aus.

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Es zeigte sich, dass die Isolation von Familie und Freunden mit einem um 26 Prozent höheren Sterberisiko innerhalb von sieben Jahren in Verbindung steht. Laut Age UK führen die Kürzungen von sozialen Angeboten für ältere Menschen zu einer weiteren Verschlimmerung dieses Problems.

Einsamkeit und soziale Isolation wurden nicht zum ersten Mal mit einer schlechten Gesundheit in Verbindung gebracht. Die Wissenschaftler wollten jedoch herausfinden, ob der emotionale Aspekt des Einsamkeitsgefühls Auswirkungen hatte oder die Tatsache, das nur wenige soziale Kontakte bestanden.

Jene Teilnehmer, die sozial isoliert waren, waren eher älter, nicht verheiratet und litten an langfristigen Erkrankungen, die ihre Mobilität einschränkten. Dazu gehörten Erkrankungen der Lunge und Arthritis. Personen, die sich selbst als einsam beschrieben, waren eher Frauen und litten an einer grösseren Bandbreite von Erkrankungen, zu denen auch Depressionen gehörten.

Geborgenheit in Gemeinschaft wichtig

Nachdem Faktoren wie bestehende Erkrankungen berücksichtigt worden waren, blieb nur die soziale Isolation wichtig. Dieses Risiko veränderte sich nicht, als die Wissenschaftler berücksichtigten, ob sich jemand in seiner Isolation einsam fühlte. Die Forscher schreiben in den Proceedings of the National Academy of Sciences, dass diese Ergebnisse sie überrascht haben.

Laut Steptoe können soziale Verbindungen emotionale Unterstützung und Wärme geben. Sie bieten aber auch die Möglichkeit von Ratschlägen, das Achten auf die Einnahme von Medikamenten und Hilfe bei der Erledigung von Dingen. «Das würde nahelegen, dass diese praktischen Aspekte sehr wichtig für das Überleben von älteren Menschen sind. Die Zahl der alleinlebenden Menschen hat stark zugenommen. In den letzten 15 Jahren ist sie bei den 55- bis 64-Jährigen um 50 Prozent angestiegen.»

(tafi/pte)

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