Spam kostet Unternehmen Milliarden

publiziert: Sonntag, 27. Feb 2005 / 14:17 Uhr

Die Spam-Plage fügt Unternehmen weltweit gravierende finanzielle Schäden zu, konstatieren Studien der Marktforschungsunternehmen IDC und Ferris Research.

Der Name Spam stammt von dem beliebten Dosenfleisch in den USA.
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Dabei machen die Aufwendungen für Anti-Spam-Massnahmen einen bei weitem geringeren Anteil aus als der summierte Verlust an Arbeitszeit und somit Produktivität der Mitarbeiter, die täglich ihre Mailboxen vom elektronischen Werbemüll säubern müssen.

Gaben IDC zufolge im Jahr 2003 die Unternehmen weltweit 300 Millionen US-Dollar (349 Millionen Franken) für Anti-Spam-Lösungen aus, so sollen die Ausgaben bis zum Jahr 2008 auf 1,7 Milliarden US-Dollar (1,97 Milliarden Franken) hochschnellen.

Das entspricht einer jährlichen Steigerungsrate von 42 Prozent - ein Vielfaches der Steigerungsraten im übrigen IT-Sektor, wo kaum noch zweistellige Zuwachsraten erreicht werden.

Kosten von 50 Milliarden US-Dollar

Die IDC-Ergebnisse nehmen sich den Zahlen gegenüber noch harmlos aus, die Ferris Research ausgerechnet hat: Der durch Spam angerichtete wirtschaftliche Schaden durch Produktivitätsverlust und Ausgaben für präventive Massnahmen soll sich auf fantastische 50 Milliarden US-Dollar (58 Milliarden Franken) allein im Jahr 2005 belaufen.

Allerdings wäre die Lage noch schlimmer, hätten Unternehmen in den vergangenen Jahren nicht in Anti-Spam-Technologie investiert. "Die Kosten würden weitaus höher liegen, hätten Unternehmen nicht ihre Anti-Spam-Massnahmen optimiert", sagt Ferris Research-Analyst Richi Jennings.

In den USA beispielsweise hat sich die Spam-Last seit 2003 verfünffacht, die Spam-Folgekosten jedoch haben sich nur verdoppelt. Mark Levitt, IDC Research-Vizepräsident im Bereich Collaborative Computing, meint hierzu: "Das Spam-Problem wird als direktes Resultat der Investitionen in kommerzielle Anti-Spam-Produkte in den vergangenen zwei Jahren allmählich gezügelt."

Internationale Unterschiede

Ferris Research sieht länderspezifisch erhebliche Spielräume in der Spam-Kosten-Preisspanne. Während sich beispielsweise in den USA die jährlichen Spam-bezogenen Kosten pro Mailbox auf 170 US-Dollar (198 Franken) beliefen, müssten in Deutschland wegen insgesamt höherer Personalkosten 241 US-Dollar (280 Franken) pro Jahr und Mailbox gerechnet werden.

Vergleichsweise erheblich billiger kommt der Spam-Schaden Unternehmen in Ländern wie Indien und China zu stehen, weil dort zum einen die Lohnkosten niedriger, aber auch das insgesamte Spam-Aufkommen geringer ist.

Server-basierte Filterung ist effektiver

Die Markforscher von Ferris Research haben errechnet, dass die Server-basierte Spam-Filterung preisgünstiger arbeitet als Desktop-basierte Filtersysteme. Für Server-basierte Filterung setzen sie 132 US-Dollar, für die Desktop-basierte hingegen 217 US-Dollar als durchschnittliche Kosten an.

Gar nicht in Anti-Spam zu investieren aber ist der teuerste Spass mit geschätzen 718 US-Dollar pro Nutzer und Jahr. "Es gibt nur sehr wenige Szenarien, bei denen wir zu Desktop-basierter Filterung raten würden, aber selbst bei kleinen Unternehmen ist die Spam-Filterung beim Server meistens okönomischer und effektiver", sagt Richi Jennings.

(Christian Horn/teltarif.ch)

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