Sterbehilfe: Kein Entscheid in Italien

publiziert: Sonntag, 17. Dez 2006 / 09:34 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 17. Dez 2006 / 09:55 Uhr

Rom - Ein Zivilgericht in Rom hat sich am Samstag geweigert, einen Beschluss über das Recht auf Sterbehilfe zu fassen. Konkret ging es um den Fall des an Muskeldystrophie leidenden und fast vollständig gelähmten Piergiorgio Welby.

Das Schicksal von Piergiorgio Welby bewegt Italien seit Monaten.
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Der 60-Jährige hatte einen Antrag auf Abschaltung des Beatmungsgeräts eingereicht, das ihn am Leben hält.

Das Gericht bezeichnete den Antrag als unannehmbar; es sei für den Fall nicht zuständig.

Die Politik müsse sich mit der Frage der Kranken in der Endphase befassen, die sterben wollen, urteilte Richterin Angela Savio.

Parlament gefordert

Das Schicksal Welbys, der seit seinem 27. Lebensjahr an Muskeldystrophie leidet, bewegt Italien seit Monaten. Am Samstag fand in Rom eine Solidaritätskundgebung mit dem Patienten statt, der sich 180 Parlamentarier anschlossen.

Die Demonstranten verlangten, dass sich das Parlament mit dem Thema Sterbehilfe beschäftigt und ein Gesetz zu dieser Frage verfasst. Bisher war jeglicher Versuch der Legalisierung der Sterbehilfe in Italien am Widerstand mehrerer Parteien gescheitert.

«Der Beschluss des römischen Zivilgerichts bedeutet, dass man Welby einer weiteren Tortur unterziehen wird», betonte der Chef der Radikalen Partei, Marco Pannella. Diese kämpft seit Jahren für die Legalisierung der Euthanasie in Italien.

(bert/sda)

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