Steueramnestie: Italiens Parlament schickt Diplomaten

publiziert: Freitag, 27. Nov 2009 / 08:09 Uhr / aktualisiert: Freitag, 27. Nov 2009 / 08:35 Uhr

Rom/Bern - Das italienische Parlament beschwichtigt im Steuerstreit zwischen der Schweiz und Italien: Seine aussenpolitische Kommission bat am Donnerstag die Regierung, umfassende diplomatische Bemühungen einzuleiten, um die bilateralen Beziehungen wieder zu verbessern.

Die Schweiz erhebt auf den Löhnen der Grenzgänger eine Quellensteuer, deren Ertrag zu 40 Prozent an Italien fliesst. (Symbolbild)
Die Schweiz erhebt auf den Löhnen der Grenzgänger eine Quellensteuer, deren Ertrag zu 40 Prozent an Italien fliesst. (Symbolbild)
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Die von Rom verhängte Steueramnestie habe «extreme Differenzen» hervorgerufen, die auch 55'000 Grenzgänger betrafen. Die Kommission erinnerte daran, dass die Schweiz zudem Retorsionsmassnahmen in Betracht gezogen habe.

Nutzen für italienische Wirtschaft

In der Kommission wurden zwei identische Anträge behandelt, die von Franco Narducci, dem Vertreter der im Ausland lebenden Italiener, und dem lombardischen Abgeordneten Renato Farina eingereicht worden waren. Die beiden Parlamentarier hoben den Nutzen für die italienische Wirtschaft hervor, der durch Grenzgänger und durch Firmen erbracht werde, die Güter in die Schweiz exportierten.

Den beiden Anträgen wurde nach einer langen Diskussion einstimmig zugestimmt, wie Vize-Kommissionspräsident Franco Narducci gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Die Schweiz erhebt auf den Löhnen der Grenzgänger eine Quellensteuer, deren Ertrag zu 40 Prozent an Italien fliesst. Auf diese Art erhalten die Regionen Lombardei, Piemont und Aosta-Tal jährlich rund 36 Mio. Euro (54 Millionen Franken).

Die Kommission wolle die Angelegenheit mit der entsprechenden Kommission des Nationalrats erörtern, sagte Narducci. Ein solches Treffen könnte bis Ende Januar stattfinden.

(zel/sda)

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