Auslandschweizer

Steuern und Globalisierung im Zentrum des Auslandschweizer-Treffens

publiziert: Freitag, 16. Aug 2013 / 14:14 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Aug 2013 / 14:41 Uhr
Steuern, Globalisierung sowie Widmer-Schlumpf stehen im Brennpunkt der dreitägigen Veranstaltung.
Steuern, Globalisierung sowie Widmer-Schlumpf stehen im Brennpunkt der dreitägigen Veranstaltung.

Davos - Im Bündner Ferienort Davos hat am Freitag der diesjährige Kongress der Auslandschweizer begonnen. Steuern, die Globalisierung sowie ein Auftritt von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf stehen im Brennpunkt der dreitägigen Veranstaltung, an der 400 Personen teilnehmen.

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Der Auslandschweizer-Kongress versteht sich als Diskussions- und Reflexionsplattform. 715'000 Personen oder rund zehn Prozent der Landesbevölkerung leben im Ausland. Der Auslandschweizer-Kongress, der jedes Jahr durchgeführt wird, soll ihnen eine Stimme in der Heimat verschaffen.

Zum Auftakt der Veranstaltung im Davoser Kongresszentrum befasste sich der Auslandschweizerrat am Freitag mit dem neuen Gesetz für die Fünfte Schweiz. Die staatspolitische Kommission des Ständerats fasste bestehende Regeln zusammen und gab das Auslandschweizergesetz Mitte Mai in die Vernehmlassung. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass das Eidgenössische Departement des Äussern (EDA) zur zentralen Anlaufstelle werden soll.

Umstrittenes Abkommen

Einen Auftritt vor dem Auslandschweizerrat hatte am Freitag Frankreichs Botschafter in der Schweiz, Michel Duclos. Er erläuterte das von Frankreich und der Schweiz unterzeichnete Erbschaftssteuerabkommen aus französischer Sicht. 180'000 in Frankreich lebende Schweizerinnen und Schweizer sind laut dem Auslandschweizerrat möglicherweise von der neuen Vereinbarung betroffen.

Frankreich will mit dem umstrittenen Abkommen verhindern, dass sich Erben in Frankreich der Erbschaftssteuer entziehen können, wenn der Verstorbene in der Schweiz wohnte. Das Abkommen geriet kurz nach der Unterzeichnung im Juli unter Beschuss. Bürgerliche Politiker in der Wetschweiz warnten, es untergrabe den Föderalismus und den Rechtsstaat.

Die Schweiz und die Globalisierung

Die Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die Schweiz werden am Samstag diskutiert. Prominente Redner wie der ehemalige Staatssekretär Franz von Däniken werden sich äussern. Der Höhepunkt dürfte der Auftritt von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf am Samstagnachmittag sein.

Organisiert wird der Kongress von der Auslandschweizer-Organisation. Deren Präsident ist der frühere Genfer Nationalrat Jacques-Simon Eggly.

(dap/sda)

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