Stichentscheid bei Präsidentenwahl in Peru

publiziert: Montag, 10. Apr 2006 / 16:56 Uhr

Lima - Die Präsidentenwahl in Peru wird sich in einer zweiten Runde voraussichtlich zwischen dem Populisten Ollanta Humala und der Konservativen Lourdes Flores entscheiden.

Humala war im Jahr 2000 an einem Militärputsch beteiligt.
Humala war im Jahr 2000 an einem Militärputsch beteiligt.
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Beim ersten Urnengang am Sonntag erhielt Humala die meisten Stimmen. Der autoritär-nationalistische Ex-Militär Humala kam nach Auszählung von fast 60 Prozent der Stimmen auf 24,9 Prozent.

Flores liegt mit 23,4 Prozent auf dem zweiten Platz. Ihr folgt aber dicht der Mitte-Links-Politiker und frühere Präsident Alan García mit 22,3 Prozent.

Eine Wahl Humalas Anfang Mai würde den Trend zu US-kritischen Linksregierungen in Lateinamerika verstärken. Auch Humala hat sich für eine starke Rolle des Staates in der Wirtschaft ausgesprochen.

Humala lehnt Freihandelsvertrag mit USA ab

Er fordert, dass alle ausländischen Unternehmen Lizenzgebühren für die Ausbeutung von Rohstoffen des südamerikanischen Landes zahlen. Zudem lehnt Humala einen Freihandelsvertrag mit den USA ab, weil dieser Peru für subventionierte Produkte aus dem Norden öffnen würde.

Das würde Humala zufolge noch mehr Peruaner unter die Armutsgrenze drücken. Schon jetzt lebt mehr als die Hälfte von umgerechnet einem Euro oder weniger am Tag.

Die von vielen Unternehmern unterstützte Flores dagegen sieht in dem Vertrag eine Chance für mehr Arbeitsplätze in der Exportwirtschaft. Investitionen in die Infrastruktur und die Landwirtschaft würden das Wachstum weiter beschleunigen, sagte die Rechtsanwältin.

Zusätzlich müsse der Staat den Export nicht-traditioneller Güter wie Obst und Möbel und kleine Firmen fördern. So könne die Wirtschaft jedes Jahr 650´000 Arbeitsplätze schaffen.

Abstand zwischen den Kandidaten sehr gering

Die Stichwahl könnte im Sinne von Flores verlaufen: Umfragen zufolge dürfte sie sich gegen Humala durchsetzen. Der Stimmungstest wurde aber vor der ersten Runde erhoben. Zudem ist der Abstand zwischen den Kandidaten so gering, dass der bevorstehende Wahlkampf den Ausschlag geben könnte.

(smw/sda)

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