Strafuntersuchung nach Kander-Unglück ausgeweitet

publiziert: Mittwoch, 16. Jul 2008 / 14:51 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 16. Jul 2008 / 17:13 Uhr

Bern - Die Strafuntersuchung zum Militärunfall auf der Kander wird ausgeweitet. Der militärische Untersuchungsrichter ermittelt nun auch gegen den Vorgesetzten des leitenden Kompaniekommandanten.

Vier Armeeangehörige wurden tot geborgen; ein Soldat ist noch immer vermisst.
Vier Armeeangehörige wurden tot geborgen; ein Soldat ist noch immer vermisst.
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Gegen den Kommandanten der Lufttransport Sicherungskompanie 3, der die tödlich verlaufene Übung geleitet hatte, läuft eine Strafuntersuchung unter anderem wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung.

Aufgrund dieser Ermittlungen wurde die Untersuchung ausgeweitet, bestätigte Silvia Schenker, Sprecherin der Militärjustiz, einen Bericht der Nachrichtenagentur AP. Es werde abgeklärt, ob beim Vorgesetzten des Kompaniekommandanten ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegen könnte.

Beim Vorgesetzten handelt es sich um den Kommandanten der übergeordneten Lufttransport Abteilung 3. Strafrechtlich relevant könnte es etwa sein, wenn dieser von der Gefährlichkeit der Bootsfahrt wusste, aber nicht einschritt.

Freiwillige Bootsfahrt?

Bei dem Unfall vom 12. Juni starben auf einem als gefährlich eingestuften Abschnitt der Kander bei Wimmis BE vermutlich fünf Soldaten. Verursacht wurde das Unglück durch Schwellen im Wasser. Vier Armeeangehörige wurden tot geborgen; ein Soldat ist noch immer vermisst.

Unklar ist, ob die Soldaten freiwillig an der Bootsfahrt teilnahmen oder nicht. Die Aussagen der Überlebenden sind in diesem Punkt laut Untersuchungsrichter widersprüchlich.

Von den Überlebenden hatte keiner eine zivile Ausbildung für Riverrafting-Fahrten. Der Kompaniekommandant sagte aus, an den verwendeten Militär-Schlauchbooten des Typs M6 ausgebildet zu sein.

(bert/sda)

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