Streichung von der grauen Liste rückt näher
publiziert: Dienstag, 22. Sep 2009 / 16:25 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 23. Sep 2009 / 18:26 Uhr

Bern - Die Schweiz wird voraussichtlich am Freitag von der Grauen Liste von Ländern gestrichen, die gemäss der OECD in Steuerfragen nicht ausreichend kooperieren. Bis Ende Woche will Bern das zwölfte überarbeitete Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) unterzeichnet haben.

Die Schweiz und Finnland haben ein revidiertes Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet.
Die Schweiz und Finnland haben ein revidiertes Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet.
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«Wenn das der Fall ist, wird sie [die Schweiz] von der Grauen Listen genommen», sagte der OECD-Sprecher für Steuerfragen, Nicholas Bray, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Bray bestätigte damit Informationen, die in der Presse zirkulierten.

Am Mittwoch sollte die Schweiz das neue Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA unterzeichnen, am Donnerstag jenes mit Katar - was das geforderte Dutzend der überarbeiteten Abkommen vervollständigen würde.

Der Bundesrat hatte am 13. März entschieden, die OECD-Normen bezüglich des Austauschs von Informationen in Steuerfragen zu übernehmen.

Seither erweiterte die Schweiz ihre DBA mit neun Ländern: Österreich, Dänemark, Frankreich, Finnland, Grossbritannien, Luxemburg, Norwegen, Mexiko und den Faröer-Inseln. Der zehnte Staat ist Spanien, mit dem die Schweiz bereits am 26. Juni 2006 das bestehende Doppelbesteuerungsabkommen erneuert hatte.

Zuvor hatte der Nationalrat wie auch der Ständerat differenziert zu fünf Verträgen mit Nicht-OECD-Ländern Stellung genommen. Das Parlament lässt weiterhin Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit den Nicht-OECD-Ländern ohne die erweiterte Amtshilfe zu.

(sl/sda)

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