Studenten müssen den Gürtel noch enger schnallen

publiziert: Donnerstag, 29. Okt 2009 / 13:43 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 29. Okt 2009 / 17:19 Uhr

Bern - Lernende in der Schweiz haben letztes Jahr von den Kantonen insgesamt 303 Millionen Franken an Stipendien und Darlehen erhalten. Inflationsbereinigt ist dies ein Viertel weniger als vor 15 Jahren. Auch der Bund ist mit seinen Zuschüssen knauseriger.

Studenten erhalten ein Viertel weniger Stipendien als noch vor 15 Jahren.
Studenten erhalten ein Viertel weniger Stipendien als noch vor 15 Jahren.
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Wie aus der neuesten Stipendien-Statistik des Bundesamtes für Statistik hervorgeht, vergaben die Kantone 2008 total 276 Millionen Franken in Form von Stipendien und 27 Millionen Franken in Form von Darlehen an Personen in Ausbildung.

1994 hatten die Kantone noch über 350 Millionen Franken an Ausbildungsbeihilfen ausbezahlt, seit 2000 sind es jährlich um die 300 Mio. 90 Prozent werden jeweils als Stipendien, 10 Prozent als Darlehen vergeben.

Niedrigste Quote

Unter Berücksichtigung der Inflation hat der Gesamtbetrag der kantonalen Stipendien seit 1994 real um 25 Prozent abgenommen, trotz der ständig steigenden Anzahl der Lernenden und Studierenden.

Von den 555'750 Personen, die 2008 eine nachobligatorische Ausbildung absolvierten, erhielten 49'400 oder 9 Prozent ein Stipendium. Dies ist die niedrigste Quote in der untersuchten Zeitreihe.

Weniger als ein Prozent

Von der Gesamtbevölkerung erhielt weniger als 1 Prozent ein Stipendium, weniger als 1 Promille ein Darlehen. In den Kantonen JU, GE, GR und BS lag der Anteil der Stipendienbezüger über einem Prozent.

Den höchsten Darlehensbezüger-Anteil an der Bevölkerung mit über 5 Promille hat das Wallis. Dieser Kanton vergibt fast 40 Prozent seiner Ausbildungsbeihilfen in Form von Darlehen.

2008 erhielten die Stipendienbezüger durchschnittlich rund 5510 Franken. Gesamtschweizerisch beträgt der durchschnittliche Stipendienbeitrag pro Semester 3200 Franken. Die Beträge schwanken zwischen 3800 Franken in Zürich und knapp 1200 Franken im Kanton Neuenburg.

(tri/sda)

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Kaktus, das liest sich doch schon besser...
mit den Façetten, wie Sie diese nun in diesem Post beschrieben haben.

Da sind wir in der Basis ja sogar gleicher Meinung, mit dieser Ausnahme.

Es solten nicht alle Studenten zur Arbeit verpflichtet werden. Da wo reiche und begüterte Eltern zur Seite stehen, sollten diese verpflichtet werden Ihre Sprösslinge so zu unterstützen dass sie in kurzmöglichster Zeit das Studium absolvieren, damit möglichst bald wieder Studienplätze frei werden. Denn die Jungen die arbeiten müssen um Ihr Studium durchziehen zu können, müssen Ihre Studienzeit zwangsläufig verlängern und fallen dem Staat länger zur finanziellen Last mit der längeren Studienzeit und entsprechenden Stipendendien.
Aber bitte Herr/Frau caissa
Es gibt intelligentere und weniger intelligente Menschen. Dumme Sätze aber, gibt es nicht. Das mit "schon einmal mit arbeiten versucht?" war eine reine Provokation, um eine Diskussion in Gang zu bringen. Es ist wohl jedem klar, dass die Studenten hart arbeiten müssen, und dies erst noch neben dem Studium. Dass nicht nur Kinder von Reichen möglich ist, zu studieren, sollte sich von selbt verstehen – von selbst? In meinem Freundeskreis gibt es Ärzte und Anwälte, abstammende von nicht eben wohl betuchten Arbeiter- und Bauernfamilien. Nie hätten Sie studieren können, hätte es da nicht eine Unterstützung gegeben.
Nur, so glaube ich, sollte es neben der Ünterstützung jedes fähigen Studenten auch einen Pflicht geben, nähmlich die zu arbeiten – für alle, egal ob reich oder weniger wohlhabend. Dies alles aber wird ebenso nie in Erfüllung gehen, wie die Existenz eines Bundesrates, der gesunden Menschenverstand bestizt und nicht permanent den einzigen Rohstoff des Landes abbaut – der Bildung heisst.
Aber bitte Herr Kaktus....
Zwar haben Sie 2 Posts "gesponsert" aber was für welche. Das erste war für jeden Stundenten der arbeitet beleidigend, das zweite hat nichts konstruktives beigebracht.

Zumindest hätte ich und vermutlich auch Kubra, Midas und die Anderen gerne Ihre erweiterte Meinung gehört zu diesem Thema oder unseren Beiträgen. Statt dessen sind Sie mit dummen Sätzen kurz gebunden.

Das reicht nicht für eine gute Diskussion.
Endlich was bewegt
Das ist wieder typisch für unsere Zeit. Mein Test, "schon mal mit arbeiten versucht?" Erst wenn man extreme Thesen einbringt oder gar unangenehm laut wird, wird man gehört. Wer angepasste oder gemässigte Kommentare schreibt, bewirkt nichts. Vilen Dank für die zustande gekommene Diskussion.
Natürlich sind Stipendien...
notwendig denn die Einkünfte von Arbeit zum Lebenserhalt reicht nicht aus, dazu sind die Stipendien nötig. Das war und ist auch bei unseren Kindern so. Wobei zu sagen ist dass sie durch die Nebenarbeit auch Ihr Studium verlängern mussten denn beides konnten sie in normaler Studienzeit nicht unter "einen Hut" bringen. Das hat natürlich dem Staat auch wieder ein paar Stipendien-Jahre mehr gekostet.
Studileben
Zitat caissa
"Man kann nicht alle studierenden Menschen pauschal als arbeitunwillige-oder arbeitsunfähige verurteilen"
Ihr Post hat mich an meine Jahre im BPA errinnert, in der ich mit vielen anderen Studenten Nachtschicht schob.
Am ersten Tag war ich noch auf der Suche nach dem Unterschied zwischen Pöstler und Student, dachte ich könne ihn leicht ausmachen. Nachdem ich mich ein paar Mal bei meiner Zuordnung geirrt hatte, und feststellte, dass es quer durchs Band Hochintelligente aber auch Schafsköpfe gibt, war das Werten nicht mehr so wichtig. Arbeit zum Selbsterhalt und zur Finanzierung des Studiums wurde für mich zur Selbstverständlichkeit und mein anfänglicher Snobismus hat sich nie mehr gezeigt.
Ich bin dankbar für das für's Leben Gelernte.
Eine Erfahrung, die all die Schnösels, die alle Auslagen bezahlt bekommen haben, nie machen konnten.
Trotzdem sind Stipendien und zinslose Darlehen wichtig. Gerade für Studenten ohne angeborenes Netzwerk, das im Notfall unterstützen kann, können 500 Franken pro Monat den Unterschied zwischen Weiterstudieren oder Aufgeben bedeuten.
dieser Kaktus sticht..
sticht ins Lehre. Ihr Argument war wohl etwas kurz, spontan und unfair gegen alle Studenten gerichtet.

Als Eltern, Nichtakademiker, Normalverdiener (meine Frau erst seit zehn Jahren) mit 3 KIndern (1 davon fertig studiert, eines an der Doktorarbeit und das 3. kurz vor dem Studium) sind wir sehr froh dass alle drei nicht nur das Gymnasium und später das Studium machten oder machen. Alle drei haben viel von Ihrer Schul-und Studienfreizeit mit arbeiten verbracht oder tun's jetzt noch.

Sie wissen mittlerwele was Arbeit ist, haben von Ihrem steten Einsatz auch profitiert, finanziell und an Arbeitserfahrung. Sie haben uns mit ihrem Tun einer grossen finanziellen Last enthoben und bereits dadurch Ihre weitere Zukunft in gute Bahnen gelenkt.

Natürlich haben sie immer von den "Herrensöhnchen" die von Ihren Eltern unterstützt und indirekt gefördert wurden, erzählt. Aber das ist heute der kleinere Anteil, denn es gibt auch gut begüterte Eltern die Ihre Jungen den "wahren Lehrgang" machen lassen, das heisst: Studieren und arbeiten.

Man kann nicht alle studierenden Menschen pauschal als arbeitunwillige-oder arbeitsunfähige verurteilen. Generell vergisst man auch dass die heutigen Studies das spätere Wissenskapital unseres Landes sein werden oder sollen oder müssten.
Leider muss die Schweiz heute viel dieses Wissens oder der Studierten "importieren".

Midas hat das auch gut beschrieben.
Macht nichts?
Berufslehre? Von den ersten Primarschuljahren wird in der Schweiz den meisten Kindern die tolle Berufslehre eingetrichtert. Kinder von Migranten und Arbeiterfamilien werden dabei meist schon unfair von Lehrern vorselektioniert. Resultat: Die meisten Akademikerkinder studieren ebenfalls, die anderen machen eine Lehre. Die Elite reproduziert sich selber. In anderen Ländern ist das anders. Zumindest studieren da mehr, auch wenn die Klassenunterschiede durch Elite-Universitäten aufrecht erhalten bleiben. Auch in der Schweiz bleiben die Seilschaften von ETH, St. Gallen und Zuoz ein Leben lang bestehen.

Unsere Spitäler sind voll von Deutschen Doktoren, die Wirtschaft wird von Deutschen Studienabgänger geleitet. Sollen wir so weitermachen? Nein, wir brauchen mehr Junge die studieren können und mehr Akademiker. Das ist die Zukunft des Landes. Sparen am falschen Ort. Jedem Talent soll es in der Schweiz möglich sein unabhängig von Herkunft und Stand zu studieren. Dazu braucht es Stipendien. Die Elite unseres Landes sollte durch Intelligenz, nicht Herkunft gebildet werden.
Macht nichts …
… anderswo müssen dies Studenten auch. Ausserdem – schon mal mit einer Berufslehre versucht?!!!!!! Dort lernt man etwas ganz Besonderes – nämlich arbeiten!!!
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