Sturm «Noel»: Notstand in der Dominikanischen Republik

publiziert: Donnerstag, 1. Nov 2007 / 22:59 Uhr

Santo Domingo - Durch Überschwemmungen und Erdrutsche im Gefolge des Tropensturms «Noël» sind in der Karibik möglicherweise weit über 100 Menschen ums Leben gekommen. In der Dominikanischen Republik wurden bislang 56 Menschen getötet, in Haiti 24.

Besonders dramatisch sei die Lage in der Dominikanischen Republik, hiess es.
Besonders dramatisch sei die Lage in der Dominikanischen Republik, hiess es.
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Zudem wurden nach offiziellen Angaben rund 50 Menschen vermisst. Besonders dramatisch war die Lage in der Dominikanischen Republik. In manchen Gegenden versanken ganze Häuser. Das Schlimmste seien die Überschwemmungen, sagte der Chef des Katastrophenschutzes, Luis Luna Palino, am Mittwoch (Ortszeit) im Radio.

Er rechne mit mehr Toten. Die Rettungsarbeiten seien schwierig, da es weiter heftig regne. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung war demnach ohne Strom.

Zahlreiche Überschwemmungen

Präsident Leonel Fernández verhängte für die kommenden 30 Tage den nationalen Notstand. Er ordnete zudem die Evakuierung von 36 Städten und Dörfern an. Auch heute regnete es ununterbrochen auf der Karibikinsel Hispaniola, die sich Haiti und die Dominikanische Republik teilen.

In Haiti rissen die Wassermassen in drei Regionen zahlreiche Häuser mit sich. Unter den Toten war auch ein 14-jähriges Mädchen und seine Mutter, die in ihrem Haus in der Hauptstadt Port-au-Prince von einem entwurzelten Baum erschlagen wurden. Ministerpräsident Jacques-Edouard Alexis sagte 1,5 Millionen Dollar Sturmhilfe zu.

Weg nach Norden

Die US-Hurrikan-Warte im Bundesstaat Florida teilte mit, dass «Noël» seinen Weg «unberechenbar Richtung Norden» fortsetze. Die Behörden gaben für die dicht bevölkerte Südostküste Floridas eine Sturmwarnung aus.

(ht/sda)

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