Sudanesische Armee startet neue Offensive

publiziert: Freitag, 17. Dez 2004 / 23:10 Uhr

Abuja - Die sudanesische Armee hat trotz anders lautender Versprechen eine neue Offensive in der Krisenregion Darfur gestartet. Die Regierung in Khartum habe weitere Truppen in die Region im Westen des Landes gesandt und Angriffe gestartet.

Die Regierung setze sich über ein Waffenstillstandsabekommen hinweg.
Die Regierung setze sich über ein Waffenstillstandsabekommen hinweg.
Sie plane auch neue Militäraktionen, sagte der Befehlshaber der Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU), Festus Okonkwo, nach Gesprächen mit Verhandlungsteilnehmern der festgefahrenen Friedengespräche in der nigerianischen Hauptstadt Abuja.

Die derzeitige Situation in Darfur gleiche einer Zeitbombe, die jeden Moment explodieren könnte. Die Zahl von Waffen und Munition, die in die Region gebracht würden, sei astronomisch.

Auf die sudanesische Regierung müsse Druck ausgeübt werden, damit sie die neu entsandten Truppen aus Darfur zurückziehe, sagte Okonkwo. Die Rebellengruppen rief Okonkwo zu einem Ende der Gewalt auf.

Teilnahme an den Friedensgesprächen ausgesetzt

Die zwei wichtigsten Rebellengruppen Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM) und Bewegung für die Befreiung des Sudans (SLM) hatten ihre Teilnahme an den Friedensgesprächen in Abuja aus Protest gegen erneute Angriffe der Regierungstruppen in Darfur ausgesetzt.

Sie hatten beklagt, die Regierung setze sich über ein Waffenstillstandsabekommen vom April dieses Jahres hinweg. Am Mittwoch hatte die sudanesische Regierung den Vermittlern der Afrikanischen Union zugesagt, ihre Militäreinsätze in der westsudanesischen Krisenregion zu beenden.

Neues Friedensabkommen

Derweil schlossen Khartum und eine dritte in Darfur aktive Rebellengruppe in der tschadischen Hauptstadt N´Djamena ein Friedensabkommen.

Dieses sieht vor allem das Ende der Kämpfe, die Befreiung von politischen und Kriegsgefangenen sowie die Entwaffnung der Rebellen vor. Ausserdem sollen Vertreter von Hilfsorganisation in den von der NMRD kontrollierten Gebieten freien Zugang erhalten. Die NMRD gilt als Splittergruppe der JEM.

Der im Februar 2003 begonnene Darfur-Konflikt zwischen der Regierung und den arabischen Dschandschawid-Milizen auf der einen und den Rebellengruppen auf der anderen Seite hat nach neuen UNO-Angaben bereits 1,65 Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

(bert/sda)

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