Südasien: 30´000 Tote befürchtet

publiziert: Sonntag, 9. Okt 2005 / 18:52 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 9. Okt 2005 / 20:21 Uhr

Islamabad - Zehntausende Menschen sind bei einem verheerenden Erdbeben in Südasien ums Leben gekommen. Allein in Pakistan werden über 30 000 Tote befürchtet.

In den entlegenen Gebieten werden noch Tausende unter Trümmern vermutet.
In den entlegenen Gebieten werden noch Tausende unter Trümmern vermutet.
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Das Beben der Stärke 7,6 auf der Richterskala erschütterte den Norden Pakistans, Nordindien und Afghanistan am Samstagmorgen um 08.30 Uhr (05.30 Uhr MESZ). Nach Angaben von Seismologen war es das schlimmste Beben in der Region seit genau 100 Jahren.

Ganze Dörfer ausgelöscht

Das Epizentrum lag im pakistanischen Teil Kaschmirs. Dort wurden ganze Dörfer und sogar kleine Städte ausgelöscht, wie ein Militärsprecher sagte. Allein in Muzaffarabad kamen 11 000 Menschen zu Tode, darunter 500 Kinder, die unter dem Dach ihrer Schule begraben wurden.

Mit Hacken, Schaufeln und blossen Händen suchen verzweifelte Menschen nach ihren Angehörigen. Sie wurden durch mehr als 20 teils heftige Nachbeben aufgeschreckt.

Wettlauf mit der Zeit

Die Spitäler der Region sind hoffnungslos überlastet. In der Stadt Abbotabad verbrachten Hunderte Verletzte die Nacht auf dem Rasen vor dem Spital; das Gebäude drohte einzustürzen, nachdem die Erdstösse Risse in die Fassaden gesprengt hatten.

Die Arbeit der Rettungsteams wird zum Wettlauf mit der Zeit. In den entlegenen Gebieten werden noch tausende Menschen unter Trümmern vermutet.

Bis zu 30 000 Tote

Auch anderswo spielten sich dramatische Szenen ab. So gruben Helfer in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad in den Trümern eines Wohnkomplexes, der eingestürzt war. Nur 80 von 265 Menschen konnten gerettet werden. «In der Nacht haben wir noch Schreie gehört, aber jetzt ist es still geworden», sagte ein Helfer.

Nach vorläufigen Angaben befürchtet Pakistan bis zu 30 000 Tote und mehr als 40 000 Verletzte. In Indien starben mindestens 650 Menschen; viele von ihnen wurden nach Erdrutschen unter den Geröllmassen begraben. Hunderttausende in beiden Ländern wurden obdachlos, wie das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF berichtete.

Hilfsappel an die internationale Gemeinschaft

Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf verhängte eine dreitägige Staatstrauer und richtete einen dringenden Hilfsappell an die internationale Gemeinschaft. Gebraucht würden finanzielle Unterstützung, Ärzte, Zelte und Transporthelikopter. Pakistan stehe vor der grössten Katastrophe seit der Staatsgründung 1947.

(gg/sda)

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