Sumpfwallabies sind für Zoologen eine Besonderheit

publiziert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 20:09 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 20:36 Uhr

Zürich - Das Sumpfwallaby, ein kleines Känguru, ist für Zoologen eine Besonderheit: Männchen und Weibchen haben eine unterschiedliche Zahl Chromosomensätze. Dies ist aussergewöhnlich.

Sumpfwallabies sind kleine Kangurus bis 20 Kilogramm Gewicht.
Sumpfwallabies sind kleine Kangurus bis 20 Kilogramm Gewicht.
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Zehn Chromosomensätze haben Sumpfwallaby-Weibchen, elf die Männchen, erklärte Kurator Robert Zingg am Zoo-Apéro. Dass dies bei Säugetieren vorkommt, sei auch ihm neu gewesen, räumte Zingg ein.

Als Wallabies bezeichnet man kleine Kängurus bis 20 Kilogramm Körpergewicht. Im Zoo Zürich leben sie seit 1972. Heute tummeln sich zwei Männchen, acht Weibchen und ein Junges im Gehege.

Auch bei den Fressgewohnheiten ist das Sumpfwallaby eigen: Fressen die anderen Kängurus am liebsten Gras - und ziehen sich deswegen den Zorn der Australischen Farmer zu - bevorzugt das Sumpfwallaby Blätter. Und auch giftige Pflanzen frisst es, ohne mit der Wimper zu zucken.

Eine grosse Besonderheit bei Beuteltieren wie den Kängurus ist das Fortpflanzungsverhalten - und da macht das Sumpfwallaby keine Ausnahme. Der Embryo wird schon nach rund fünf Wochen Tragzeit geboren - man erkennt dann laut Zingg grade mal, dass die Entwicklung in Richtung Säugetier gehen wird.

Der Winzling klettert im Fell der Mutter in deren Beutel. Dort saugt er sich an einer Zitze fest, und er bleibt daran «angedockt», bis er gross genug ist, aus dem Beutel herauszugucken.

Im Gehege im Zoo Zürich ist ein Kleines so weit: Neugierig streckt es den Kopf aus Mutters Beutel, lehnt sich auch mal mit dem ganzen Oberkörper hinaus, um auf dem Boden etwas aufzuheben.

(fest/sda)

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