Swiss Presskonferenz - Dosé plädiert für Kulturwandel
publiziert: Dienstag, 24. Jun 2003 / 15:51 Uhr

Basel - "Wir müssen unsere Kosten wirklich radikal runter fahren", betonte Swiss-Chef André Dosé am Dienstag vor den Medien in Basel. Dies erfordere einen regelrechten Kulturwandel bei der Swiss.

Swiss-Chef André Dosé. (Archiv)
Swiss-Chef André Dosé. (Archiv)
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Laut Dosé geht es vorab um die internen Kosten: Priorität hat dabei die Reduktion der Overhead-Kosten um mindestens 50 Prozent. Erzielt werden soll der radikale Kostenabbau mit der Streichung von 850 Stellen in diesem Bereich.

Es müsse aber auch ein Kulturwandel vorgenommen werden, sagte Dosé. Keine andere Industrie leiste sich in solch schlechten Zeiten noch Dinge, die sie traditionellerweise anbieten, aber keinen Gewinn bringen.

Es gehe aber auch darum, die externen Kosten, die laut Dosé rund 50 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, ebenfalls drastisch gesenkt werden.

"Die Zulieferer müssen auch die Stückkosten reduzieren", sagte Dosé. Wieviel dies sein solle, werde mit den Lieferanten ausgehandelt.^

Turnaround nur mit allen Partnern

Verhandlungen führen will die Swiss mit allen beteiligten Partnern: "Nur wenn alle Partner mit an Bord kommen, wird der Turnaround gelingen", sagte Verwaltungsratsprädient Pieter Bouw. Angesprochen sind neben Gewerkschaften und Lieferanten auch die Kreditgeber und die Behörden.

"Die Tragweite der anstehenden Probleme müssen alle Beteiligten verstehen, von allen Mitarbeitern bis zu den Banken und Behörden", ergänzte Dosé. Ansonsten werde der Turnaround nicht gelingen.

Die zusammen mit den Partnern ausgehandelten Lösungen sollen laut Communiqué in einen detaillierten und definitiven Businessplan einfliessen. Bis dahin will die Swiss keine konkreten Aussagen zum definitven Streckennetz machen.

(bsk/sda)

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