Täglich über 1000 verletzte Schneesportler

publiziert: Dienstag, 4. Jan 2005 / 12:57 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 5. Jan 2005 / 11:28 Uhr

Bern - Auf den Schweizer Skipisten ereignen sich viel mehr Unfälle als bisher angenommen: Über 1000 Skifahrer und Snowboarder erleiden jeden Tag Verletzungen.

Meistens sei Selbstüberschätzung der Auslöser für einen Unfall.
Meistens sei Selbstüberschätzung der Auslöser für einen Unfall.
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Die offiziellen Schweizer Statistiken berücksichtigen ausländische Touristen nicht, wie die Gratiszeitung 20 Minuten unter Berufung auf die Ankündigung der Sendung Kassensturz zu seiner Abendausgabe berichtete.

40 Prozent der verunfallten Schneesportler sind Ausländer, bestätigte Rolf Moning von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) stütze sich in ihren Statistiken aber nur auf die erwerbstätige Schweizer Bevölkerung. Das bfu rechne die Zahlen auf die Gesamtbevölkerung hoch.

Jährlich verunfallen 70000 SChweizer

Pro Jahr zählen wir fast 70 000 Verletzte auf den Skipisten, erklärt Moning. So seien gemäss der aktuellsten Zahlen im Jahr 2002 insgesamt 42 460 Skifahrer und 25 430 Snowboarder verunfallt.

Rechne man zu diesen verletzten Schweizern die verunfallten Ausländer hinzu, ergebe sich pro Jahr eine Zahl von über 110 000 Verletzten. Das macht rund 1000 Verletzte pro Skitag.

90 Prozent Selbstunfälle

Schätzungsweise ein Viertel aller Sportunfälle in der Schweiz passiert laut Moning auf den Skipisten. 90 Prozent davon sind Selbstunfälle, hält er fest.

Meistens sei Selbstüberschätzung der Auslöser, sagt die Suva-Sprecherin Barbara Salm: Fahrweise und Geschwindigkeit werden oft nicht dem eigenen Können und den Verhältnissen angepasst.

Tempo-Events

Deshalb führe die Suva in dieser Saison in verschiedenen Wintersportstationen Tempo-Events durch. Auf einem abgesperrten Streckenteil sollen Skifahrer und Snowboarder lernen, ihre Geschwindigkeit richtig einzuschätzen.

Das bfu ermuntert die Skifahrer zudem, ihre Skibindungen rechtzeitig regulieren zu lassen. Zudem fordert es in seiner Kampagne Enjoy sport - protect yourself alle Wintersportler dazu auf, Helme zu tragen.

(fest/sda)

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