Tatverdächtiger gesteht Attentat mit Holzklotz

publiziert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 20:02 Uhr

Oldenburg - Rund zwei Monate nach der Tat scheint der tödliche Anschlag mit einem Holzklotz auf einer Autobahn bei Oldenburg aufgeklärt. Ein 30-jähriger Mann aus der Region Oldenburg gestand die Tat.

Der 30-Jährige Mann sei seit zehn Jahren «hartdrogenabhängig».
Der 30-Jährige Mann sei seit zehn Jahren «hartdrogenabhängig».
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Der Mann war am Morgen von Mitgliedern der Ermittlungsgruppe «Brücke» festgenommen worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten. Gegen den Verdächtigen wurde wegen der Schwere der Tat und wegen Fluchtgefahr Haftbefehl erlassen.

Bei dem Anschlag war ein rund sechs Kilogramm schwerer Holzklotz von einer Autobahn-Brücke der A29 geworfen worden. Der Klotz durchschlug die Windschutzscheibe eines Autos, eine 33-jährige zweifache Mutter wurde dadurch vor den Augen ihrer Familie getötet.

Zahlreiche Indizien hätten dazu geführt, dass gegen den Mann bereits am Dienstag ein Haftbefehl beantragt worden sei, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Roland Herrmann, auf einer Medienkonferenz in Oldenburg. Der 30-Jährige habe sich zuvor bereits als Zeuge zur Verfügung gestellt und sich in Widersprüche verwickelt.

Der 30-Jährige habe bei der Polizei erklärt, er habe wenige Stunden vor der Tat den Holzklotz gesehen und auch angefasst. Das sei sehr unglaubwürdig, sagte Herrmann. Der Mann sei seit zehn Jahren «hartdrogenabhängig». Dass er auf dem Weg zu seinem Dealer vom Rad steige, um die Fahrbahn zu räumen, «das ist wenig wahrscheinlich». Zeugen hätte dort vorher «keinen Holzklotz gesehen».

(fest/sda)

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