Tausende an nationaler Frauendemo in Bern
publiziert: Samstag, 13. Mrz 2010 / 18:12 Uhr / aktualisiert: Samstag, 13. Mrz 2010 / 18:28 Uhr

Bern - Mehrere tausend Frauen und Männer haben sich an einer Kundgebung in Bern für die Rechte der Frauen stark gemacht. Sie forderten ein Ende von Armut und Gewalt gegen Frauen und wandten sich gegen Sozialabbau und eine Erhöhung des Rentenalters.

An der nationalen Frauendemo, zu der über 50 Frauenorganisationen, Gewerkschaften, Verbände und Parteien aufgerufen hatten, beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter 8000 Personen. Die Berner Kantonspolizei schätzte die Teilnehmerzahl in einer Mitteilung gegen Abend auf 6000 bis 7000.

Mit bunten Ballonen, farbenfrohen Transparenten, Musik und Sprechchören bewegte sich der friedliche Kundgebungszug zunächst durch die Berner Innenstadt.

Verkehrsbehinderungen

Da sich der Umzug relativ langsam vorwärts bewegte, kam es nach Angaben der Polizei entlang der Route vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen. Die Polizei stellte vereinzelte Sprayereien an Gebäuden fest und hielt in diesem Zusammenhang eine Frau an.

Auf dem Bundesplatz sprachen Frauen zu Themen wie häusliche Gewalt, Gleichstellung, Frieden, Entmilitarisierung oder Selbstbestimmung. «Her mit dem schönen Leben», lautete denn auch das Motto der Veranstaltung.

«Frauenlöhne rauf, Boni runter»

Ein schönes Leben bedeute unter anderem, sich zu Hause und in der Öffentlichkeit sicher zu fühlen und gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu erhalten, war auf Flugblättern zu lesen. In Sprechchören war zu hören «Frauenlöhne rauf, Boni runter».

Die Kundgebungsteilnehmer forderten auch eine Stärkung der sozialen Sicherheit. «Wir akzeptieren keine Erhöhung des Frauenrentenalters unter dem Deckmantel der Gleichstellung», rief Ursula Mattmann von der Gewerkschaft Unia den Kundgebungsteilnehmerinnen zu.

Mehr erschwingliche Krippenplätze

Weitere Forderungen waren mehr Krippenplätze zu erschwinglichen Tarifen, Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt, Schutz vor Waffengewalt im In- und Ausland und ein fairer Welthandel. «Eine andere Welt ist möglich», zeigte sich Ingrid Mougin vom Weltmarsch der Frauen überzeugt.

Die Kundgebung wurde von der Organisation Weltmarsch der Frauen und der Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes organisiert.

(fest/sda)

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