Telekom Austria-Übernahme definitiv geplatzt

publiziert: Donnerstag, 19. Aug 2004 / 17:00 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Aug 2004 / 18:49 Uhr

Wien - Doch keine Verlobung: Das Anbändeln zwischen der Swisscom und der Telekom Austria (TA) ist bereits beim Flirten gescheitert. Gespräche über eine mögliche Übernahme endeten ergebnislos.

In Österreich war man gar nicht begeistert von der Idee der Übernahme.
In Österreich war man gar nicht begeistert von der Idee der Übernahme.
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Dies teilten die Beteiligten überraschend mit. Beide Parteien seien sich über die Vorteile einer möglichen Fusion einig gewesen, schreibt die Swisscom.

Jedoch sei es unter den derzeitigen Umständen nicht möglich gewesen, eine Lösung zu finden, die alle betroffenen Parteien zufrieden gestellt hätte. Deshalb werde Swisscom den Telekom Austria-Aktionären kein Angebot unterbreiten.

Die Staatsholding ÖIAG wird nach dem Scheitern der Gespräche nun, wie ursprünglich geplant, zunächst 17 Prozent an den TA-Aktien über die Börse verkaufen. Dazu muss der richtige Zeitpunkt aber sehr sorgfältig gewählt werden, sagte ÖIAG-Chef Peter Michaelis bei einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz.

Zustimmung des Parlaments

Zur Realisierung des Geschäfts mit der Swisscom wäre eine Zustimmung des österreichischen Parlaments notwendig gewesen. Genau diese hatte sich zuletzt nicht unbedingt abgezeichnet.

Der geplante Deal hatte zu heftigen Protesten geführt. Die Telekom-Gewerkschaft hatte für den Fall eines Vollverkaufs der Telekom Austria sogar mit Streiks gedroht.

Das Scheitern der Gespräche über eine mögliche Fusion schlägt in der Schweiz kaum Wellen. Der Swisscom-Titel legte zwar leicht zu, gewichtige Reaktionen blieben aber aus. Bis um 16 Uhr notierte der Titel 1 Prozent höher auf 413 Franken. Der Gesamtmarkt (SMI) steht zeitgleich 0,42 Prozent höher, beim Stand von 5347,6 Zählern.

Rücktrittsforderung

Etwas heftiger fielen die Reaktionen in Österreich aus. Die SPÖ fordert den Rücktritt von Finanzminister Karl-Heinz Gasser. Grasser habe mit dem dilettantisch eingefädelten und nun geplatzten Deal ein wirtschaftspolitisches Desaster der Sonderklasse verursacht, hiess es.

An der Wiener Börse sackten die Aktien der Telekom Austria nach der Handelsunterbrechung weiter ab. Kurz vor 16 Uhr notierten die Papiere mit 11,25 Euro um 20,55 Prozent unter dem Vortageswert.

(bert/sda)

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