Terror-Prozess von Mumbai - Pflichtverteidigerin abgesetzt
publiziert: Mittwoch, 15. Apr 2009 / 09:45 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Apr 2009 / 15:58 Uhr

Neu Delhi - Der Prozess gegen den einzigen überlebenden Angreifer der Terroranschläge von Mumbai ist kurz nach der Eröffnung auf Donnerstag vertagt worden. Zuvor hatte das Sondergericht die Pflichtverteidigerin des Angeklagten wegen eines Interessenkonflikts abgesetzt.

Terroristen hatten im vergangenen November Mumbai und die ganze Welt in Atem gehalten. (Archivbild)
Terroristen hatten im vergangenen November Mumbai und die ganze Welt in Atem gehalten. (Archivbild)
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Anwältin Anjali Waghmare hatte nicht offengelegt, dass sie neben dem pakistanischen Angeklagten, Ajmal Amir Kasab, noch ein Opfer der Angriffe vom vergangenen November bei dessen Schadensersatzforderung vertritt.

Bei den Angriffen Ende November in Mumbai (früher Bombay) waren mehr als 170 Menschen getötet worden. Zehn Angreifer hatten während drei Tagen in der westindischen Metropole Gebäude besetzt und Geiseln genommen.

Dem 21-jährigen Kasab werden von der Anklage unter anderem «kriegerische Handlungen» gegen Indien, Mord und Entführung vorgeworfen. Er soll der Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba angehören. Bei einem Schuldspruch droht ihm die Todesstrafe.

Forderung nach pakistanischem Anwalt

Der Angeklagte habe unterdessen erneut nach einem Anwalt aus Pakistan verlangt, meldete der Nachrichtensender NDTV. Staatsanwalt Ujjwal Nikam sagte, Pakistan habe auf eine frühere Forderung Kasabs nach einem Anwalt aus seiner Heimat nicht reagiert.

Das Gericht werde die erneute Bitte aber umgehend über diplomatische Kanäle nach Islamabad weiterleiten. Sollte Pakistan bis zu diesem Donnerstag nicht antworten, werde das Gericht einen neuen Pflichtverteidiger benennen. Er selber hoffe, am Freitag die Anklage verlesen zu können.

(bert/sda)

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