Thailänder nehmen Verfassungsentwurf der Militärregierung an

publiziert: Montag, 20. Aug 2007 / 09:13 Uhr / aktualisiert: Montag, 20. Aug 2007 / 16:06 Uhr

Bangkok - Die thailändischen Wähler haben in einem Referendum die Verfassung angenommen, die von der Armeeführung ausgearbeitet worden war. Die Zustimmung lag aber unter den Erwartungen der Militärs.

Das Referendum soll Thailand aus der Krise führen: Ministerpräsident Surayud Chulanont.
Das Referendum soll Thailand aus der Krise führen: Ministerpräsident Surayud Chulanont.
5 Meldungen im Zusammenhang
Dem offiziellen Ergebnis zufolge stimmten 57,8 Prozent der Wähler für die Verfassung, 42,2 Prozent lehnten sie ab.

57,6 Prozent der 45 Millionen Wahlberechtigten nahmen an der Abstimmung vom Sonntag teil. Für die Annahme war eine einfache Mehrheit erforderlich.

Die Verfassung soll eine machtvolle Ein-Partei-Regierung wie die des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra künftig verhindern.

Die nach dem Militärputsch von der Armee eingesetzte Regierung hatte auf eine Beteiligung von mehr als 60 Prozent an dem Referendum gehofft und massiv für die Stimmabgabe geworben.

Sie versprach den Thailändern mit der neuen Verfassung ein «stabiles und moralisch begründetes politisches System», durch das Demokratie und konstitutionelle Monarchie gesichert würden.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse kündigte der vom Militär eingesetzte Ministerpräsident Surayud Chulanont an, dass bis Ende des Jahres Parlamentswahlen stattfinden werden, vermutlich am 16. oder 23. Dezember. Surayud wollte vor Journalisten aber nicht die hohe Zahl der Nein-Stimmen kommentieren.

Thaksin, der sich vor allem auf die ärmere Bevölkerung stützte, war zweimal zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Gegen ihn wurden aber schwere Korruptionsvorwürfe erhoben, als seine Familie ihren Anteil am von ihm gegründeten Telekommunikationsunternehmen steuerfrei für 1,9 Milliarden Dollar nach Singapur verkaufte. Derzeit lebt er in Grossbritannien im Exil.

(li/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bangkok - Nach dem Militärputsch ... mehr lesen
Surayud Chulanont versprach stets Wahlen vor Ende 2007.
Bangkok - Rund 6000 Demonstranten haben am Samstag in Thailand ein Ende der vom ... mehr lesen
Die Demonstranten forderten die Rückkehr des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra.
Thaksin Shinawatra wurde mit einer fünfjährigen Betätigungssperre belegt.
Bankok - Das Verfassungsgericht in ... mehr lesen
Bangkok - Drei Wochen nach dem Putsch in Thailand hat der von den Putschisten eingesetzte Regierungschef Surayud Chulanont am Montag sein Kabinett vorgestellt. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen  
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat ... mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 10°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern 12°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 13°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Genf 13°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 16°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten