«Nach Hause zurückgekehrt»

Thailands Militär lässt Yingluck wieder frei

publiziert: Dienstag, 27. Mai 2014 / 12:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Mai 2014 / 14:09 Uhr
Ex-Regierungschefin Yingluck Shinawatra wurde freigelassen.(Archivbild)
Ex-Regierungschefin Yingluck Shinawatra wurde freigelassen.(Archivbild)

Bangkok - Vier Tage nach ihrer Festnahme hat das thailändische Militär Ex-Regierungschefin Yingluck Shinawatra wieder freigelassen. «Sie wurde freigelassen und ist nach Hause zurückgekehrt», teilte ein Militärsprecher in Bangkok mit.

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Zur gleichen Zeit verhafteten Soldaten den den bis zum Militärputsch in Thailand amtierenden Erziehungsminister Chaturon Chaisaeng. Er hatte sich bislang geweigert, sich beim Militär zu melden.

Dann wurde ihm ein Auftritt im gut besuchten Club der Auslandkorrespondenten in Bangkok zur Falle: Unter den Augen zahlreicher Journalisten führten ihn Soldaten ab.

Das Militär hatte vergangenen Donnerstag nach einer monatelangen Staatskrise die Macht an sich gerissen und die Verfassung ausser Kraft gesetzt.

Tags drauf waren Yingluck und rund 200 weitere führende Politiker aus dem Regierungslager sowie von der Opposition festgenommen und an geheimen Orten festgehalten worden. Vor Yingluck war am Montag bereits Oppositionsführer Suthep Thaugsuban wieder auf freien Fuss gesetzt worden.

Bekannter Kolumnist weiter festgehalten

Viele aber blieben in Militärgewahrsam, darunter der bekannte Kolumnist Pravit Rojanaphruk. Seine Zeitung «The Nation» protestierte und verlangte in einem Brief an die Junta eine öffentliche Erklärung für den Arrest oder die sofortige Freilassung Pravits.

Pravit hatte die Verhängung des Kriegsrechts und den Putsch scharf verurteilt. Bevor er der Einbestellung am Wochenende Folge leistete, liess er sich vor dem Armeegebäude mit symbolisch zugeklebtem Mund fotografieren.

Der Militärputsch vom Donnerstag wird auch international scharf kritisiert. Thailands König Bhumibol hatte den Putsch am Montag nachträglich gebilligt und Armeechef Prayuth Chan-ocha per Dekret zum neuen Regierungschef ernannt. Prayuth warnte seine Gegner anschliessend vor neuen Demonstrationen und drohte mit harten Strafen nach dem Kriegsrecht.

(awe/sda)

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