Todespfleger soll 24 Menschen getötet haben

publiziert: Mittwoch, 14. Jan 2004 / 11:27 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 14. Jan 2004 / 12:36 Uhr

Luzern - Dem Pfleger, der zwischen 1995 und 2001 in verschiedenen Zentralschweizer Heimen Betagte tötete, wird vom Untersuchungsrichter die Tötung von 24 Menschen vorgeworfen. Dazu kommen drei Fälle von versuchter Tötung.

Mit Medikamenten soll der Todespfleger die meisten seiner Opfer getötet haben.
Mit Medikamenten soll der Todespfleger die meisten seiner Opfer getötet haben.
Das Luzerner Amtsstatthalteramt hat seinen Bericht vorgestellt. Der Angeschuldigte, ein heute bald 35-jähriger Schweizer, soll seine vorwiegend an Demenz leidenden Opfer mit Medikamenten und durch Ersticken getötet haben. Dabei handelt es sich um 23 Frauen und 4 Männer zwischen 66 und 95 Jahren.

Laut dem Gerichtsmediziner Rudolf Hauri vom Zürcher Institut für Rechtsmedizin handelt es sich um den bisher grössten derartigen Fall in der Schweiz. Als Motiv gab der Angeschuldigte Mitleid, aber auch Überforderung und Entlastung für sich und das Pflegeteam an. Laut psychiatrischem Gutachten war er voll zurechnungsfähig.

In allen Fällen geständig

Der ehemalige Pfleger hat alle 27 Fälle zugegeben. Die rechtsmedizinische Untersuchung erhärtete die Tötung in 24 Fällen. Bei drei Opfern hatte der Angeschuldigte zwar auch Hand angelegt; ein direkter Zusammenhang mit ihrem Tod konnte aber nicht nachgewiesen werden.

Dem Täter geht es laut Untersuchungsrichter Orvo Nieminen den Umständen entsprechend gut. Er befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug und wird psychologisch behandelt. "Gemäss seinen Aussagen bereut er die Taten", sagte Nieminen.

Zum Strafmass, mit dem der Angeschuldigte zu rechnen hat, machte Nieminen keine Angaben. Aus seiner Sicht ist in allen Fällen der Tatbestand der vorsätzlichen Tötung gegeben. Vereinzelt würden gewisse Elemente auch auf Mord hinweisen. Dafür ist eine Zuchthausstrafe ab fünf Jahren bis lebenslänglich möglich.

(rp/sda)

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