Todesschütze von Tucson vor Gericht - Obama reist an Tatort
publiziert: Dienstag, 11. Jan 2011 / 20:30 Uhr
Demonstrative Anteilnahme.
Demonstrative Anteilnahme.

Washington - US-Präsident Obama zeigt nach dem Attentat von Arizona demonstrativ Anteilnahme. Laut Medienberichten will er an einer Trauerfeier sprechen. Todesschütze Jared Loughner hatte derweil seinen ersten Gerichtstermin und antwortete höflich auf die Fragen des Richters.

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Präsident Obama telefonierte mit zahlreichen Familienmitgliedern der Opfer. Darunter waren Angehörige der Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords, die nach einem gezielten Kopfschuss des Attentäters schwer verletzt im Spital liegt.

Giffords atmet selbstständig

Drei Tage nach dem Attentat hat sich der Gesundheitszustand der niedergeschossenen US-Abgeordneten stabilisiert. Die 40-Jährige könne inzwischen selbstständig atmen, sagte der behandelnde Chirurg Michael Lemole am Dienstag.

Giffords habe aber weiterhin einen Beatmungsschlauch, um ihre Atmung zu unterstützen. Die Schwere der Verletzung dürfe zwar «nicht unterschätzt werden», sagte der Arzt. «Ich bin aber durch ihren guten Zustand ermutigt.» Ob Giffords wieder ganz gesund werde, sei noch nicht abzusehen.

Bei Obamas Besuch in Arizona sind Berichten zufolge Gedichtlesungen und eine Schweigeminute geplant. Der Präsident will in Begleitung seiner Frau Michelle zudem Familienangehörige der 6 Toten und 14 Verletzten besuchen.

Derweil hatte der Todesschütze seinen ersten Gerichtstermin. An Händen und Füssen gefesselt und bewacht von gut einem Dutzend US-Marshalls, trat Loughner am Montagabend (Ortszeit) in Phoenix vor den Richter. Beim 15-minütigen Haftprüfungstermin wurde der 22-Jährige zu seinen Personalien befragt.

Anklage wegen mehrfachen Mordes

Zudem las der Richter ihm die Anklagepunkte sowie das mögliche Strafmass vor, wie ein Reporter des US-Fernsehsenders CNN berichtete. Zunächst war unklar, ob die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe fordert. Der Attentäter ist des mehrfachen Mordes und versuchten Mordes angeklagt.

Loughner habe den Eindruck vermittelt, alles verstanden zu haben, berichtete der Reporter. Er habe selbstbewusst gewirkt. Er sei dem Richter gegenüber freundlich gewesen und habe sich gut ausgedrückt.

Als nächster Gerichtstermin wurde der 24. Januar anberaumt, dann soll eine Anhörung stattfinden. Loughner wird von der Topanwältin Judy Clarke vertreten, die nach Informationen der «New York Times» bereits «Unabomber» Theodore Kaczynski und Zacarias Moussaoui, einen Komplizen der Anschläge vom 11. September 2001, verteidigte.

(fest/sda)

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Was ist mit den Messern??
In der Sylvesternacht gab es ja bekannterweise in Zürich 2 Personen die mit Messer wahllos auf Zuschauer einstachen. Und vor kurzer Zeit wurde in Zürich eine Frau mit einem Beil hingerichtet.
Wollen sie jetzt alle Küchenmesser und Beile einsammeln? Im Jahr nehmen sich sehr viele Personen das Leben in dem sie vor einen Zug springen. Also müssen wir sofort den öffentlichen Verkehr einstellen! Eine geplante Tat ist immer umzusetzten. Sie wollen die anständigen Leute entwaffnen und schickanieren. Was machen sie mit den Kriminellen? Wer Kriminell ist besorgt sich andersweitig seine Waffen ! Ich musste nur für mein Sturmgewehr diverse Formulare aussfüllen und jedes war mit Kosten verbunden. Ich als Normalbürger werde schickaniert ,während die Kriminellen illegale Waffen besitzen und keinerlei Kosten aufgebrummt bekommen.Dank dem vielen Papier und Geldausgeben werde ich ja sicherlich nieee etwas Anrichten mit dem Sturmgewehr. Da könnte ich schreien, bei der Sicherheit die da vorgetäuscht wird.
Massaker in Arizona und 2001 in Zug
Auch die grosse Verfügbarkeit von Feuerwaffen in den USA hat das Massaker in Tuscon, im Staat Arizona, möglich gemacht, neben den individuellen und politischen Hintergründen die zu einer solchen Tat führen können. Wird der Waffenbesitz in den USA nach diesem Massaker jetzt eingeschränkt? In der Schweiz wurde nach dem Massaker von Friederich Leibacher in Zug, das 2001 stattfand, das lasche Waffenrecht nicht wesentlich verschärft. Leibacher erschoss am 27. September 2001 im Zuger Kantonsrat 14 Menschen und verletzte viele.

Mit einem Ja zu der eidgenössischen Volksinitiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“, über die wir am 13. Februar abstimmen, kann das Waffenrecht moderat verschärft werden. Für Irre wie in Tuscon und Zug, aber auch für Terroristen, würde es dann schwieriger sich in unserem Land Feuerwaffen zu beschaffen.

Friedrich Leibacher hatte am 27. September 2001, als er das Zuger Parlament stürmte, ein riesiges Waffenarsenal: Er war bewaffnet mit einer Vorderschaft-Repetierflinte, Marke „Remington”, Modell „870 Express Magnum”, einem Selbstladegewehr, Marke SIG, Modell „90 PE”, einer Selbstladepistole, Marke „SIG SAUER”, Modell „P 232”, sowie einem 5-Liter-Kunststoffkanister, beinhaltend Treibladungspulver. – In seinem vor dem Regierungsgebäude geparkten Personenwagen liess Leibacher einen Trommelrevolver, Marke „Smith & Wesson”, Modell „19-7”, zurück. Im Weiteren eruierte die Polizei weitere zwei Pistolen, die Leibacher besessen hatte, eine Selbstladepistole, „Marke FEG”, Kaliber 7.65 mm, Mit dieser Waffe hatte Leibacher am 17.10.1998 in einem Lokal in Baar einen Chauffeur der ZVB bedroht. Sowie eine Selbstladepistole „Marke SIG Sauer”, Modell „P 210”.
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