Togo nicht am Afrika-Cup - Wahrscheinlich drei Tote

publiziert: Samstag, 9. Jan 2010 / 19:10 Uhr

Togo wird nicht am heute Sonntag beginnenden Afrika-Cup teilnehmen. Die Westafrikaner ziehen sich zurück, nachdem am Freitagabend in der angolanischen Exklave Cabinda ein Terror-Anschlag auf ihren Teambus verübt worden war.

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Gemäss übereinstimmenden Medienberichten sind bei diesem Angriff bislang drei Menschen ums Leben gekommen. Ein Mitglied des afrikanischen Kontinentalverbands CAF erklärte, der Assistenz-Trainer und der Pressesprecher seien am Samstag ihren Verletzungen erlegen. Zudem sei der Fahrer eines vorausfahrenden Gepäckbusses auf der Stelle tot gewesen.

Zum Anschlag hatte sich der bewaffnete Arm der separistischen Bewegung FLEC (Front für die Befreiung der Exklave Cabinda) bekannt. Die Regierung Angolas verurteilte den Rebellen-Angriff als «terroristischen Akt».

Das Organisationskomitee des Afrika-Cups schloss dennoch die Absage des Kontinental-Turniers aus. Allerdings werde erwogen, die in Cabinda geplanten Partien aus Sicherheitsgründen in der Hauptstadt Luanda auszutragen. Heute steht das Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber und Mali im Programm. Togo hätte am Montag in Cabinda gegen Ghana gespielt.

Zwei Nationalspieler verletzt

Der Bus des Schweizer WM-Vorrunden-Gegners von 2006 war kurz nach dem Passieren der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Angola unter Maschinengewehrfeuer geraten. Neun Leute sollen verletzt sein, darunter auch die beiden Nationalspieler Serge Akakpo (Arbeitgeber Vaslui/Rum) und Kodjovi Obilale (GSI Pontivy/Fr/Amateure).

Star-Stürmer Emmanuel Adebayor soll sich bereits auf der Rückkehr zu seinem Arbeitgeber Manchester City befinden. «Niemand ist bereit, sein Leben zu riskieren», liess sich Adebayor am Samstag zitieren.

Togos Nationaltrainer: «Das war Krieg»

Togos Nationaltrainer Hubert Velud erhob derweil schwere Vorwürfe gegen das Organisationskomitee: «Die angolanischen Veranstalter sollten sich überlegen, den Wettbewerb abzusagen. Es ist ein Akt der Barbarei, während wir eigentlich den afrikanischen Fussball feiern wollen. Das war Krieg. Die Organisatoren scheinen dies nicht ernst zu nehmen», sagte der Franzose, den eine Gewehrkugel am Arm erwischte.

Die Retourkutsche kam postwendend. Es wurde Togos Entscheid kritisiert, statt mit dem Flugzeug mit dem Bus nach Angola zu reisen. Das Team habe nicht informiert, dass es über Land und ohne Sicherheitsmassnahmen ins als gefährlich bekannte Gebiet eindringen würde.

(fest/Si)

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