Taliban als Anstifter verdächtigt

Tote bei Protesten in Afghanistan

publiziert: Samstag, 2. Apr 2011 / 10:05 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Apr 2011 / 18:52 Uhr
Demonstranten stürmen das UNO-Gebäude in Masar-i-Scharif.
Demonstranten stürmen das UNO-Gebäude in Masar-i-Scharif.

Kabul - Die gewalttätigen Proteste in Afghanistan gegen eine Koran-Verbrennung in den USA vor knapp zwei Wochen haben auch am Samstag angehalten. Bei einer Demonstration im südlichen Kandahar wurden laut Ärzten zehn Menschen getötet und mehr als 80 verletzt.

3 Meldungen im Zusammenhang
Es habe «zehn Tote und 83 Verletzte» bei den Protesten in Kandahar gegeben, sagte der Leiter des grössten Krankenhauses der Stadt, Daud Farhad. Unter den Getöteten seien ein afghanischer Geheimdienstvertreter und ein Polizist. Ein Arzt des Krankenhauses sagte, die meisten Opfer seien durch Schüsse und Steine verletzt worden.

Die afghanischen Behörden hatten zunächst von neun Toten gesprochen. Demnach wurden bei den Protesten Regierungsgebäude und Privathäuser sowie eine Mädchenschule zerstört, die Demonstranten steckten zudem Fahrzeuge in Brand.

Polizisten verhindern Marsch zum UNO-Gebäude

Mehrere tausend Menschen, beinahe ausschliesslich junge Männer, hatten sich am Samstagmorgen in Kandahar zu Protesten gegen die Koran-Verbrennung versammelt. Eine Gruppe wollte dabei zum UNO-Gebäude der Stadt marschieren. Die Demonstranten konnten aber von hunderten Polizisten, die Warnschüsse in die Luft abgaben, daran gehindert werden.

Einem AFP-Reporter zufolge riefen die jungen Muslime im Zentrum «Tod den USA» und «Tod für (Präsident Hamid) Karsai» sowie «Sie haben unseren Koran beleidigt». In ganz Kandahar waren Schüsse zu hören, über mehreren Gebäuden stand Rauch.

Taliban als Anstifter verdächtigt

Ein Sprecher der Provinzbehörden sagte, die Demonstration habe friedlich begonnen, «Feinde des Volkes» hätten sich aber dann unter die Menge gemischt. Dieser Ausdruck wird häufig für die radikal-islamischen Taliban verwendet.

Bis zum Nachmittag entspannte sich die Lage, eine Gruppe von rund 800 Menschen hielt aber weiter den zentralen Platz der Stadt besetzt. Viele von ihnen hatten Stöcke bei sich.

Am Freitag hatte es bereits in Masar-i-Scharif eine Demonstration gegen die Koran-Verbrennung gegeben. Dabei wurde das UNO-Büro der Stadt attackiert, mindestens sieben UNO-Mitarbeiter starben.

(bg/sda)

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Büchergutschein
Ich habe noch einen Büchergutschein und überlege mir, einen Koran zu kaufen und ihn dann zu verbrennen. Oder reicht es schon, wenn ich den Büchergutschein verbrenne, mit dem ich einen Koran hätte kaufen können?
Ausgelacht
Aufgrund der weitern ungebremsten Zuwanderung gerade von muslimische Migranten nach Westeuropa und dem dadurch entstehenden demographischen Wandel dürften hier die Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben weiter erheblich senken. Offenbar sucht Westeuropa die Probleme geradezu. Wer daraus als Sieger hervorgeht muss nicht mal spekuliert werden, der demographische Wandel lässt da keine Kompromisse zu. Game over.
Immer wieder
Wahnsinn.
Der Imam erklärt im Freitagsgottesdienst den Ungläubigen den Krieg und seine Schäfchen setzen ihn um.

Als in Dänemark die Mohammed - Karikaturen gezeichnet worden sind, haben sich die dänischen Imame in einem internationalen Treffen der Imame dafür stark gemacht, den aufmüpfigen Dänen zu zeigen, wozu die Gemeinde der Korantreuen in der Lage ist. Wahrscheinlich brauchte es nicht viel Überzeugungsarbeit, um die Imame dazu zu bewegen, den Ungläubigen mal wieder Druck und Angst zu machen und Heiliges Erschrecken ob der Macht der Gemeinde zu verbreiten.

Nach dem Treffen dauerte es nur noch Wochen, bis alles vorbereitet und die Gläubigen instruiert waren. Das Resultat ist bekannt. Menschen, zum Beispiel in Pakistan, die diese Karikaturen niemals gesehen hatten und nicht mal wussten, wo Dänemark liegt, haben bereitgestellte Dänische Flaggen verbrannt und es gab Tote.

Was ist mit den Imamen, die hier in der Schweiz tätig sind. Wissen wir, was die so von sich geben?

Das wir uns richtig verstehen. Dass die dänischen Imame die "Internationale der Imame" anrief, zeigt mir, dass sie in Dänemark selber zuwenig Rückhalt fanden für ihre Verbrechen.

Es gibt sie, die Molems, die sich nach dem Dreisatz "Sprache, Arbeit, Heirat" ohne Vorbehalte bei uns integriert und assimilliert haben.
Deren Stimme wird aber zu wenig gehört und es hilft dabei nicht, wenn der Bund die in Verbänden organisierten Moslems als Gesprächspartner auf Augenhöhe sieht. Denn da sind diese integrierten Moslems nicht zu finden.

Damit stärkt man im Gegenteil den politischen Islam, der die immergleiche Forderung stellt.
Nämlich die Einführung der Sharia, mit allem was dazu gehört (Kopftuch,Getrennteer Schwimmunterricht, Zweiklassengesellschaft Frauen - Männer, Ungläubige und Gläubige etc.)

Was auch erstaunt hat im Konzert der politischen Stimmen nach den Karikaturunruhen, war, dass man sich von den Dänen distanzierte, statt die Verbrechen der Imame vor Gericht zu bringen.

Mit Zuckerbrot und Peitsche, Ölgeldern und Gewalt, haben es die organisierten Shariaanhänger geschafft, die westlichen Demokratien einzuschüchtern.

Der Wahnsinn hat Methode.
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