Tourismusbranche fürchtet sich vor den Auswirkungen eines Krieges

publiziert: Mittwoch, 5. Feb 2003 / 19:23 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 5. Feb 2003 / 20:25 Uhr

Genf - Ein möglicher Krieg gegen Irak wird nach Auffassung der Reisebranche negative Auswirkungen auf den Tourismus haben. Frieden und Tourismus bedingen sich gegenseitig, erklärten Vertreter der Branche anlässlich einer Konferenz in Genf.

Lieber zuhause bleiben?
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Die Tourismuswirtschaft stehe für 10 Prozent des weltweiten Bruttoinlandprodukts und 200 Millionen Arbeitsplätze, sagte Jean-Claude Baumgarten, Präsident des Weltreise-und Tourismusrats (WTTC). Nach den Anschlägen vom 11. September habe die Branche 10 Millionen Stellen verloren, während die Reisenachfrage gegenüber 2000 um 7,4 Prozent eingebrochen sei.

Baumgarten betonte, der WTTC setze sich für den Frieden ein, könne andererseits seine Rolle aber nur in einem friedlichen Umfeld übernehmen. Die dreitägige Konferenz mit 250 Vertretern der Branche wurde vom Internationalen Institut für Frieden und Tourismus organisiert. Sie steht unter dem Patronat der jordanischen Königin Rania.

Im Fall eines Irakkrieges werde es zu einem Geschäftsrückgang bei den internationalen Luftfahrtgesellschaften kommen, sagte John Marks, Vorsitzender der Travel Industry of America (TIA). Marks erinnerte daran, dass die Nachfrage der Reisebranche in den USA im Golfkrieg 1991 um 25 Prozent abgenommen habe. Die Erholung habe mehrere Jahre in Anspruch genommen.

Im Unterschied zu damals wirke sich in den USA heute die Angst vor weiteren Terroranschlägen zusätzlich negativ aus.

In Indonesien leben 12 Millionen Menschen vom Tourismus, der 9 Prozent zum BIP beitrage, sagte Seytano Santosa, Präsident des indonesischen Tourismus- und Kulturrates. Nach dem Anschlag auf Bali habe Indonesien von Oktober bis Dezember 2002 rund 1,5 Mrd. Dollar eingebüsst, gegenüber den Einnahmen von 5,4 Mrd. Dollar 2001.

(fest/sda)

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