Trennung Siamesischer Zwillinge mit Komplikationen

publiziert: Montag, 7. Jul 2003 / 20:54 Uhr

Singapur - Die Operation zur Trennung der Siamesischen Zwillinge Laleh und Ladan Bidschani verläuft langsamer als erwartet. Am Montagabend (Ortszeit) lag das internationale Ärzteteam etwa sechs Stunden hinter dem Zeitplan.

Die Trennung der Zwillinge ist komplizierter als angenommen.
Die Trennung der Zwillinge ist komplizierter als angenommen.
Bei der Operation traten Komplikationen auf. Die Gehirne der beiden am Kopf zusammengewachsenen iranischen Schwestern seien stärker miteinander verbunden als bislang vermutet, sagte ein Sprecher des Raffles-Spitales am Abend (Ortszeit).

Dies werde zu einer erheblichen Verlängerung der ursprünglich geplanten Operationsdauer führen, da sich die Chirurgen Millimeter für Millimeter durch das Gewebe arbeiten müssten. Zudem sei der Blutdruck der Schwestern instabil, sagte der Sprecher weiter.

Den Angaben zufolge kann sich das Ende der Operation nun bis Mittwoch oder Donnerstag hinauszögern. Ursprünglich war mit einem möglichen Ende des Eingriffs am Dienstagfrüh ausgegangen worden.

Die Ärzte entfernten zunächst einen Knochenstreifen entlang des Schädels und legten so die Gehirne der Frauen frei. Anschliessend begannen fünf Neuro-Chirurgen, Blutgefässe und Venen im Bereich der Gehirne der beiden Frauen zu trennen. Dazu legten sie einen Bypass, um eine bislang gemeinsam genutzte Haupt-Ader zu verdoppeln.

Ärzte hatten die Teilung der Adern als die Schlüsselkomponente der Operation bezeichnet. Diese Phase könne bis zu zehn Stunden dauern.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Frauen den Eingriff nicht überleben, ist nach Einschätzung von Experten hoch. Dennoch waren die Zwillinge zuversichtlich in die Operation gegangen.

Seit Beginn der Operation harren Freunde und Familienangehörige der Schwestern bei dem Spital aus. Ihre Eltern verfolgten die Operation aus der Ferne. Sie hätten wegen ihres hohen Alters die Reisestrapazen nach Singapur nicht auf sich nehmen können, teilte die iranische Botschaft in Indonesien mit.

Das Einsatzteam besteht aus 24 Ärzten und rund 100 Helfern. Zum Team gehören auch zwei Chirurgen der Hirslanden Klinik in Aarau.

(fest/sda)

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