Triathlon: Ironman-WM auf Hawaii

publiziert: Donnerstag, 16. Okt 2003 / 14:48 Uhr

Natascha Badmann kann an der Ironman-WM auf Hawaii am Samstag ihren vierten Triumph in Serie und den fünften insgesamt realisieren. Karin Thürig, Christoph Mauch und Olivier Bernhard visieren auf Big Island die Top 10 an.

Die Iroman-Hawaii-Vierfachsiegerin Natascha Badmann anlässlich der Nationenparade des Jubiläums-Rennens 2003.
Die Iroman-Hawaii-Vierfachsiegerin Natascha Badmann anlässlich der Nationenparade des Jubiläums-Rennens 2003.
Bloss 37 Minuten trennten Badmann im Vorjahr nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen im Ziel in Kailua-Kona vom erfolgreichen Männertitel-Verteidiger Tim DeBoom (32/USA).

Nur einmal in der 25-jährigen Geschichte des bedeutendsten Ironman-Triathlons der Welt gab es zwischen der besten Frau und dem Sieger der Männer einen geringeren Abstand; 1988 distanzierte Scott Molina die Paula Newby-Fraser (Sim/USA), mittlerweile Rekordsiegerin mit acht Triumphen, um 30:01.

Natascha Badmann ist die einzige europäische Hawaii-Siegerin. Mehr als zweimal hat die Ironman-WM bislang sonst nur Newby-Fraser gewonnen, die seit 1992 mit 8:55:28 auch den Frauenrekord hält.

Als härteste Konkurrentinnen für Natascha Badmann gelten die laufstarke Kanadierin Lori Bowden sowie die Deutsche Nina Kraft. Die Vorjahrs-Zweite Kraft imponierte heuer mit dem souveränen Sieg am Ironman Germany am 13. Juli in Frankfurt, der sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen mit dem bestbesetzten Feld nach Hawaii aufwartete und mit mehr als 200 000 Zuschauern alle übrigen Ironman-Rennen in den Schatten stellte. Kraft deklassierte Bowden mit über 19 Minuten Vorsprung geradezu.

Hawaii über alles

Die 36-jährige Badmann aus Küngoldingen AG hat in diesem Jahr ihre Starts zu Gunsten der traditionellen Überordnung der Ironman-WM noch stärker dosiert als zuvor. Auch ohne Langdistanz-Wettkampf stuft sie sich drei Tage vor dem Rennen als "sehr stark" ein.

Ihren Optimismus schöpft Badmann auch aus der Gewissheit, auf dem Rad noch mehr herausholen zu können als in den Vorjahren, in denen sie auf Hawaii mit der jeweils klar besten Zeit die Vorentscheidung herbeiführte.

Die Luzernerin Karin Thürig konzentrierte sich heuer angesichts ihrer Olympia-Ambitionen fast ganz auf Radrennen. Im Vorjahr hatte sich die Multisportlerin und einstige Vielstarterin als Achte bei ihrem Hawaii-Debüt locker für die diesjährige Austragung qualifiziert; die ersten 15 sind jeweils für das folgende Jahr gesetzt.

Thürig tritt zum Saisonabschluss wie vor einem Jahr nur zehn Tage nach der Rad-WM im Zeitfahren in Hawaii an. Diesmal konnte sie dank dem WM-Austragungsort Hamilton (Ka) immerhin die Hälfte der zwölfstündigen Zeitverschiebung gegenüber Europa vorzeitig wettmachen.

Beisst sich Bernhard durch?

Die Schweizer Männer hatten im Vorjahr in Hawaii eine Top-15-Klassierung wider Erwarten verfehlt. Der Ironman-Switzerland-Sieger Olivier Bernhard gab das Rennen zum fünften Mal (bei sechs Teilnahmen mit dem 5. Rang 1999 als Bestleistung) auf und kündigte sogar ein Nimmerwiedersehen an.

Am Samstag ist der frischgebackene Vater von Zwillingen dennoch wieder am Start. Der Ironman-Switzerland-Dritte Christoph Mauch möchte seine Abwärtstendenz auf Hawaii (4., 4., 6., 10., 18.) stoppen.

Neben Titelverteidiger Tim DeBoom sind der Kanadier Peter Reid als Vorjahrs-Zweiter, der Australier Chris McCormack, Kursrekordhalter Luc van Lierde (Be), der Neuseeländer Cameron Brown und die starke deutsche Fraktion mit Lothar Leder am höchsten einzustufen.

Rund 1600 Athleten aus 50 Ländern kämpfen im berühmtesten Dreikampf der Welt zum 27. Mal um die Triathlon-Krone und 100 000 Dollar Siegprämie. Für die Teilnehmer gilt es nicht zuletzt, sich auf die extremen Witterungsbedingungen einzustellen.

Die Meteorologen haben für den Wettkampftag Temperaturen über 40 Grad angekündigt. Wo frisch verheiratete Paare ihre Flitterwochen verbringen, erwarten die Triathleten neben der Hitze eine Luftfeuchtigkeit um 90 Prozent und die berüchtigten, mit bis zu 80 km/h wehenden Mumuku-Winde.

(Richard Stoffel/Si)

 
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