Tschäppät lanciert Häufchen-Amublanz für Stadt Bern
publiziert: Freitag, 27. Jun 2003 / 16:21 Uhr

Bern - In der Stadt Bern lanciert Baudirektor Alexander Tschäppät eine Häufchen-Ambulanz: Wer Kot oder anderen Unrat im öffentlichen Raum antrifft, wählt eine Telefonnummer. Flugs kreuzt dann die Strassenreinigung auf, um das Ärgernis zu entsorgen.

Berner Baudirektor Alexander Tschäppät.
Berner Baudirektor Alexander Tschäppät.
Vor knapp einem Jahr hatte Tschäppät seine erste - umstrittene - Säuberungsaktion präsentiert: Er schickte Mitglieder des Stadtparlaments mit Besen und Schaufel zu einer Putzaktion auf die Strasse und verordnete der Strassenreinigung neue Tenus mit der sinnigen Aufschrift I wisch for you.

Nun doppelt der SP-Politiker nach: Trotz aller Anstrengungen komme es täglich vor, dass Geschäftsinhaber oder Anwohner auf unappetitliche Hinterlassenschaften von Mitbürgern träfen. Dazu gehörten Exkremente auf dem Parkplatz, Urinlachen vor der Ladentür oder Erbrochenes im Hauseingang, sagte er laut Pressetext vor den Medien.

Die Botschaft Tschäppäts: Über die städtische Hotline 079 669 4000 können Betroffene künftig Hilfe anfordern, montags bis freitags durchgehend von 6 bis 19, am Samstag von 7 bis 18 und am Sonntag von 7 bis 12 Uhr. Nach dem Anruf soll ein Fahrzeug der Strassenreinigung am Ort des Geschehens aufkreuzen, um das Ärgernis zu beseitigen.

Die Einführung der Hotline kostet die Stadt rund 70 000 Franken und läuft unter dem Slogan I mist for you. Damit wird unter anderem ein eigens angeschafftes neues Fahrzeug der Strassenreinigung aussstaffiert. Zusätzliches Personal sei für die Hotline nicht angestellt worden, sagte Tschäppät auf Anfrage.

Offen ist, welche Reaktionen Tschäppät mit der Aktion provoziert. Die erste Sauberkeitskampagne war von links-grünen Kreisen kritisiert worden. Damit werde der Ideologie der subjektiven Sicherheit Vorschub geleistet, die in der grundrechtswidrigen Wegweisung von Randständigen ihre Fortsetzung finde.

(bert/sda)

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