Tsvangirai sucht Schutz in niederländischer Botschaft

publiziert: Montag, 23. Jun 2008 / 14:52 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Jun 2008 / 18:10 Uhr

Harare - Simbabwes Oppositionschef Morgan Tsvangirai hat Schutz in der niederländischen Botschaft in Harare gesucht.

Morgan Tsvangirai sagte, faire und freie Wahlen seien zur Zeit in Simbabwe nicht möglich.
Morgan Tsvangirai sagte, faire und freie Wahlen seien zur Zeit in Simbabwe nicht möglich.
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Tsvangirai habe die Nacht in der Vertretung verbracht, aber nicht um Asyl gebeten, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Den Haag . Aussenminister Maxime Verhagen habe den 56-Jährigen eingeladen, so lange zu bleiben, wie er es aus Sicherheitsgründen für nötig halte.

Zuvor hatte die simbabwische Polizei hat nach Angaben der Oppositionspartei MDC deren Zentrale gestürmt. Es würden hunderte Opfer politischer Gewalt gefangengenommen, die Zuflucht in dem Gebäude gesucht hätten, teilte ein Parteisprecher mit.

Oppositionschef Morgan Tsvangirai hatte am Wochenende erklärt, an der ursprünglich für Freitag geplanten Stichwahl um das Präsidentenamt nicht anzutreten. Zur Begründung verwies er darauf, dass der Staatsapparat bereits den Sieg von Amtsinhaber Robert Mugabe vorbereite und die Wähler der Opposition um ihr Leben fürchten müssten.

Tsvangirai: Freie Wahlen nicht möglich

Freie und faire Wahlen seien unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht möglich, sagte er in Harare. Erst wenn die Gewalt gegen die Menschen im Land eingestellt werde, sei er wieder zu Verhandlungen bereit.

Nach dem angekündigten Rückzug von Tsvangirai aus der Stichwahl um das Präsidentenamt wächst international die Sorge über die Lage im Land. Die EU betrachtet die Wahl ohne Opposition als «nicht gültig».

EU mit Bedauern

Die EU bedauerte die Umstände, die zum Ausscheiden Tsvangirais geführt hätten, und äusserte zugleich Verständnis für dessen Entscheidung. «Eine Wahl unter den derzeitigen Umständen kann kein legitimes Ergebnis haben», sagte ein Sprecher des EU-Entwicklungshilfekommissars in Brüssel.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon warf der Regierung in Harare vor, es nicht geschafft zu haben, für Bedingungen für eine freie und faire Stichwahl zu sorgen. In der in New York verbreiteten Erklärung sprach Ban von einer zutiefst besorgniserregenden Entwicklung in Simbabwe.

Präsident Robert Mugabe bereitet sich trotz des angekündigten Boykotts weiter auf die Stichwahl vor.

(fest/sda)

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