Türkei-Erdbeben: Opferzahl steigt
publiziert: Freitag, 2. Mai 2003 / 09:21 Uhr

Bingöl - Nach dem schweren Erdbeben in der Türkei mit bis zu 200 Todesopfern suchen die Rettungsmannschaften weiter nach den Verschütteten. Mehr als 75 konnten im Laufe der letzten 12 Stunden lebend gerettet werden; 28 Schüler und ein Lehrer wurden tot geborgen.

Die türkische Stadt Bingöl.
Die türkische Stadt Bingöl.
In den Trümmern eines eingestürzten Schülerwohnheims nahe der Stadt Bingöl im Südosten des Landes wurden am Vorabend noch fast 100 Schüler vermutet.

Insgesamt 200 Kinder hatten in dem mehrstöckigen Gebäude übernachtet, das bei dem Beben der Stärke 6,4 auf der Richterskala am frühen Donnerstagmorgen komplett zerstört wurde.

In der mit 250 000 Bewohnern relativ dünn besiedelten Provinz Bingöl wurden nach offiziellen Angaben bis Donnerstagabend insgesamt fast 100 Tote gezählt.

Allein 50 Bewohner kamen in der Provinzhauptstadt zu Tode. Todesopfer wurden auch aus anderen Ortschaften der Provinz gemeldet. Mehrere hundert Menschen erlitten Verletzungen.

Der türkische Rote Halbmond schickte Berichten zufolge 13 000 Decken, rund 3000 Zelte, Feldküchen und Generatoren. Auch ein Feldlazarett, das wegen des Krieges im Irak in der türkischen Grenzstadt Silopi errichtet worden war, wurde nach Bingöl verlegt.

Rettungsmannschaften und Ärzte aus umliegenden Provinzen brachen in das Katastrophengebiet auf. Das staatliche Krankenhaus von Bingöl war völlig überfordert. Die Verletzten wurden aus Angst vor Nachbeben in Zelten und im Garten des Hospitals versorgt. Andere wurden in die Nachbarstädte Elazig, Mus und Diyarbakir gebracht.

Dem Hauptbeben folgten bis zum Abend nach Angaben des Erdbebeninstituts in Istanbul mehr als 250 leichte Nachbeben, die allerdings nicht über eine Stärke von 4,5 hinausgingen.

Zuletzt war Bingöl vor 32 Jahren von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden, bei dem rund 900 Menschen ums Leben kamen. Die gesamte Türkei gilt als Erdbeben gefährdet. Bei zwei schweren Beben im August und November 1999 waren im Nordwesten des Landes östlich von Istanbul mindestens 18 000 Menschen ums Leben gekommen.

(bsk/sda)

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