Türkei nimmt Norden Iraks unter Beschuss

publiziert: Donnerstag, 19. Jul 2007 / 14:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 19. Jul 2007 / 15:01 Uhr

Bagdad - Die türkische Armee hat nach Angaben eines Kurdenvertreters Stellungen kurdischer Rebellen im Norden Iraks unter Beschuss genommen. Es habe dabei keine Opfer gegeben, hiess es zum Angriff vom Vortag.

Die türkische Armee schliesst grenzübergreifende Einsätze nicht aus.
Die türkische Armee schliesst grenzübergreifende Einsätze nicht aus.
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Die Armee habe etwa 100 Granaten auf eine Region nahe der Stadt Zakho im Norden Iraks abgefeuert und so die Bewohner zur Flucht gezwungen, sagte der stellvertretende Minister der Peshmerga-Sicherheitskräfte in der nordirakischen autonomen Region Kurdistan, Jabar Yawer.

Zuvor seien drei türkische Soldaten getötet worden, als ihr Fahrzeug nahe der Grenze zum Irak über eine von Rebellen gelegte Landmine gefahren sei. Berichte, wonach türkische Kampfflieger Bomben abgeworfen hätten, wiesen Kurdenvertreter jedoch zurück.

Die Türkei beschuldigt Extremisten der kurdischen Arbeiterpartei PKK, von der Bergregion im Norden Iraks aus Angriffe auf ihre Streitkräfte zu verüben.

Die türkische Armee hat ihre Truppen im unruhigen Südosten des Landes Sicherheitskreisen zufolge mittlerweile auf 200 000 Mann aufgestockt und schliesst grenzübergreifende Einsätze nicht aus. Die PKK kämpft seit über 20 Jahren für ein unabhängiges Kurdistan.

(bert/sda)

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