Türkei warnt Irak vor falschen Schlüssen

publiziert: Sonntag, 2. Mrz 2003 / 12:30 Uhr

Ankara - Das türkische Parlament hat die Stationierung von US-Truppen für einen Irak-Krieg abgelehnt. Ministerpräsident Abdullah Gül hat die irakische Führung jedoch vor falschen Schlussfolgerungen gewarnt.

Abdullah Gül bekräftigt, dass die Beziehungen zu Washington weiter fortbestehen.
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Bagdad solle die Entscheidung des Parlaments nicht ausnutzen, sagte Gül in Ankara. Wenn die irakische Führung die schnelle Erfüllung der UNO-Beschlüsse hinauszögere, gefährde sie den Frieden.

In dieser Hinsicht sollte niemand den Beschluss des türkischen Parlaments falsch interpretieren, sagte Gül. Die strategischen Beziehungen zwischen Ankara und Washington würden sicher in Freundschaft und gegenseitigem Verständnis fortbestehen.

Das Parlament hatte sich am Samstag überraschend gegen die US-Stationierung ausgesprochen. Nahezu 100 der 362 Abgeordneten der Regierungspartei AKP waren der Regierung nicht gefolgt. 71 hatten mit der Opposition gegen die Stationierung gestimmt, 19 hatten sich enthalten, 9 weitere gar nicht an der Abstimmung teilgenommen. Dadurch wurde die für eine Zustimmung erforderliche Mehrheit von 268 Stimmen um 4 Stimmen verfehlt.

Mit der Abstimmung wollte die Regierung in Ankara erreichen, dass 62 000 US-Soldaten in der Türkei stationiert werden können, um den Irak von Norden aus anzugreifen. Zudem sollte auch die Verlegung türkischer Truppen in den Nordirak im Falle eines Krieges gebilligt werden.

Die US-Regierung reagierte konsterniert auf die gescheiterte Abstimmung. Das Weisse Haus sei schwer enttäuscht, hiess es aus Regierungskreisen. Wir warten auf weitere Klärung, sagte eine Sprecherin.

(rr/sda)

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