Turnen: Gymnaestrada - Geräteturnen soll gefördert werden

publiziert: Sonntag, 27. Jul 2003 / 12:41 Uhr

Die Schweizer Delegationsleitung und Vertreter des internationalen TurnErbandes (FIG) äusserten sich nach Abschluss der Gymnaestrada in Lissabon lobend, aber auch kritisch über die Leistungen der Schweizer und das 12. Weltturnfest ganz allgemein.

Die Gymnaestrada 2003 in Lissabon.
Die Gymnaestrada 2003 in Lissabon.
Richard Gugerli (Präsident der Gymnaestrada-Kommission im STV, Delegationschef in Lissabon): "Wir hatten uns hohe Ziele gesetzt, in der Schweiz wurde professionell gearbeitet, die Turnerinnen und Turner zeigten in den letzten Monaten grossen Einsatz.

Sie reisten mit grossen Erwartungen nach Lissabon. Eine gewisse Unzufriedenheit kann ich verstehen, weil Mängel in der Organisation vorhanden waren, wie das bei uns nicht üblich ist. Sportlich gesehen, erlebten wir herrliche Tage, die Turnerinnen und Turner boten ausgezeichnete Leistungen.

Wir erhielten viel Lob für die Schweizer Darbietungen. Der internationale Verband muss sich aber in Zukunft mehr um die Organisation kümmern, eine bessere Kontrolle bereits in der Vorbereitung ausüben."

Roger Huber (Chef Technik der Schweizer Delegation): "Wir konnten feststellen, dass wir international vorne dabei sind. Der Schweizer Abend war phantastisch, viel, viel besser als bei der Hauptprobe in Huttwil.

Überhaupt stellten wir fest, dass alle Gruppen nach ihren Premieren in den letzten Wochen vor der Abreise noch einen Zacken zugelegt haben. Leider hat das Geräteturnen international wieder an Boden verloren.

Die FIG muss sich in dieser Sparte etwas einfallen lassen. Mit den Lehrvorführungen von Biasca und Magglingen wurde die Richtung gezeigt. Davon können andere Nationen mit weniger Tradition als die Schweiz lernen.

Wir müssen darauf hinarbeiten, dass nicht das ,Hip-hop´ eine Gymnaestrada beherrscht. Was die nächste Gymnaestrada 2007 in Dornbirn betrifft, wurden wir bereits angefragt, um unser Know-how einzubringen."

Ruedi Steuri (Vizepräsident des Technischen Komitees Allgemeines Turnen in der FIG): "Wir hatten ein gutes Feedback, was die Schweizer Auftritte betrifft, sowohl in den Klein- als auch in den Grossgruppen. Die Schweiz gehört ganz klar zu den Besten in allen Bereichen.

Uns bereitet das Geräteturnen grosse Sorgen. Nur noch etwa 15 Prozent aller Darbietungen beinhalteten Geräteturnen. Wir müssen die Ausbildung fördern, hatten dies auch bereits in Lissabon mit einem Forum vorgesehen, was aber aus mehreren Gründen scheiterte.

Organisatorisch klappte nicht alles so, wie es die Schweizer gewöhnt sind. Ich muss aber sagen, dass die Zusammenarbeit mit den Portugiesen stets in freundschaftlichem Rahmen verlief. Und ich denke auch, dass der STV gut reagiert hat nach den Unzulänglichkeiten bei der Organisation mit seinem Aufruf, den Fairplay-Gedanken hoch zu halten und die Schlussfeier nicht zu boykottieren."

(pt/Si)

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