UEFA-Kongress endet mit Erfolg für Blatter und die Schweiz

publiziert: Donnerstag, 25. Apr 2002 / 17:37 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Apr 2002 / 18:45 Uhr

Stockholm - Der 26. UEFA-Kongress in Stockholm endete mit erfreulichen Ergebnissen für die Schweiz. Der Tessiner Giangiorgio Spiess wurde für vier weitere Jahre in das Exekutivkommitee der UEFA gewählt. Und auch FIFA-Präsident Joseph Blatter konnte nach dem Kongress eine erfolgreiche Bilanz ziehen.

FIFA-Präsident Joseph Blatter zog nach dem UEFA-Kongress eine positive Bilanz.
FIFA-Präsident Joseph Blatter zog nach dem UEFA-Kongress eine positive Bilanz.
Die Wiederwahl von Spiess ist im Hinblick auf die EM-Kandidatur 2008 von grösster Wichtigkeit.
Auch der zuletzt stark kritisierte FIFA-Präsident Joseph Blatter konnte für sich und den kommenden Wahlkampf um das FIFA-Präsidium eine erfolgreiche Bilanz ziehen. Seine Rede vor den 51 europäischen Verbänden wurde wohlwollend aufgenommen.
Während der Schweizer die Wichtigkeit der UEFA für die FIFA und den Weltfussball herausstrich ("Ich wäre dumm, die Bedeutung Europas zu schmälern"), kam Gegenspieler Issa Hayatou einmal mehr auf seine bereits bekannten Vorwürfe gegen den FIFA-Präsidenten zu sprechen, was bei vielen Delegierten wenig Anklang fand.

Blatter-Befürworter gewählt

Blatter durfte sich aber auch über den Ausgang der Wahlen freuen. Der Spanier Angel Maria Villar Llona wurde zum neuen Vizepräsidenten im FIFA-Exekutivkommitee gewählt und löst damit den Italiener Antonio Matarrese ab. Während der Italiener zu den Gegnern Blatters zu zählen ist, gehört der Spanier zu seinen Befürwortern. Gleich verhielt es sich auch bei der Wahl von zwei neuen Mitgliedern in das FIFA-Exekutivkommitee: Der Deutsche Gerhard Mayer-Vorfelder ersetzt dort den Norweger Per Ravn Omdal und Michel Platini nimmt als neues Mitglied Einsitz. Mayer- Vorfelder hat Blatter bereits vor einiger Zeit die Unterstützung bei der Wahl versprochen und der frühere Weltklasse-Fussballer Platini fungiert seit zwei Jahren als persönlicher Berater des Schweizers. Blatter: "Was heute passiert ist, gibt mir viel Zuversicht für die Wahl am 29. Mai in Seoul."

Zuversichtlich darf auch der Schweizerische Fussballverband in die Zukunft blicken. Mit Giangiorgio Spiess verfügt der SFV für vier weitere Jahre über eine wichtige Stimme in der UEFA-Exekutive. Der frühere Delegierte der Nationalmannschaft musste zwar in den zweiten Wahlgang, doch dann erhielt er die zweitmeisten Stimmen. Unter den sieben gewählten Kandidaten befindet sich auch Platini, der gestern gleich in beide Exekutiv-Kommitees (UEFA und FIFA) einzog und damit der eigentliche Gewinner dieses Kongresses war.

SFV-Präsident Ralph Zloczower zeigte sich sehr erleichtert über die Wahl von Spiess ("Es war knapper, als ich erwartet hatte").
Erleichtet war auch der frühere, langjährige SFV-Generalsekretär Edgar Obertüfer, der aber seine Enttäuschung über die tiefe Stimmenzahl für den Tessiner nicht verbergen konnte: "Wir müssen uns fragen, ob wir im Vorfeld der Wahl genug getan haben."

Wichtig für EM-Kandidatur

Die Wahl von Spiess ist vor allem auch im Hinblick auf die schweiz-österreichische Kandidatur für die EM 2008 von grösster Wichtigkeit. Das 14-köpfige UEFA-Exekutivkommitee bestimmt im Dezember aus sieben Kandidaten den Ausrichter der übernächsten EM-Endrunde. Zwar wird Spiess -- wie fünf weitere Mitglieder aus gegnerischen Kandidatur-Ländern -- bei der Wahl in den Ausstand treten müssen, doch in der vorhergehenden Diskussion kann er seinen Einfluss geltend machen. Die acht übrigen Exekutivkommitee-Mitglieder stammen aus Spanien, Frankreich, Luxemburg, Holland, Zypern, Deutschland, Malta sowie England und demnach aus vorwiegend westeuropäischen Ländern. Vielleicht kann das der Kandidatur Schweiz-Österreich gegenüber jenen aus Russland, Ungarn, Skandinavien, Slowenien/Bosnien-Herzegowina, Türkei/Griechenland und Schottland/Irland zum Vorteil gereichen.

Alle sieben Bewerber konnten sich parallel zum UEFA-Kongress in Form einer kleinen Messe vorstellen. Der schweiz-österreichische Stand fand dabei den deutlich grössten Zulauf und erntete von den UEFA-Delegierten viel Lob. Delegationsleiter Edwin Rudolf und Projektleiter Thomas Helbling war es gelungen, ein sympathisches und professionelles Erscheinungsbild zu präsentieren. Selbst der schwedische Premierminister Göran Persson, FIFA- Präsident Blatter und 'Kaiser' Franz Beckenbauer liessen es sich nicht nehmen, dem Schweizer Stand, der als einziger ein kleines Restaurant betrieb, zu besuchen. Sie erfreuten sich nicht nur an den offerierten Spezialitäten aus beiden Ländern, sondern auch an Helbling-Sohn Hendrik im Schweizer Dress und zwei Schweizer Schauspielern, die als Mozart und Heidi eine starke Show ablieferten.

Johansson wiedergewählt, Kasachstan aufgenommen

Ein reines Routinegeschäft beim gestrigen Kongress war die Wiederwahl von UEFA-Präsident Lennart Johansson für weitere vier Jahre. Diskussionslos ging auch die Aufnahme von Kasachstan als 52. Mitglied der UEFA über die Bühne. Die zweitgrösste der ehemaligen sowjetischen Republiken hatte sich aus dem asiatischen Verband gelöst und ein Beitrittsgesuch in die UEFA gestellt.

(René Baumann, Stockholm /sda)

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